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CONNEXI 2013-05 Nephrologie Dialyse Transplantation

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Retrospektive der DGfN 2013

News DGfN bekräftigt:

News DGfN bekräftigt: Schließung von Transplantationszentren geht zu Lasten von Nierenpatienten Conferences Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) spricht sich gegen die im Deutschen Ärzteblatt wiedergegebene Meinung von Rüdiger Strehl, kaufmännischer Vorstand am Universitätsklinikum Ulm, aus, der zufolge 15 Transplantationszentren In Deutschland ausreichend seien. „Eine solche Reduzierung würde die flächendeckende Versorgung von nierentransplantierten Patienten gefährden“, so Prof. Jürgen Floege, Aachen, DGfN-Präsident. Der Vorschlag spiegele wider, dass administratives Effizienzdenken und Fließbandmedizin anstelle der umfassenden Versorgung getreten sei, das Patientenwohl werde ausgeblendet. „Der Organspende-Skandal wird als Feigenblatt-Argument genutzt, um die Versorgungsstruktur auszudünnen“, so Floege. Die DGfN weist die Forderung nach Zentrierung der Transplantationszentren, wie Strehl sie formuliert hat, vehement zurück, weil damit keinesfalls eine höhere Sicherheit vor Manipulationen erreicht wird, stattdessen aber die flächendeckende Versorgung der derzeit 25.000 nierentransplantierten Patienten aufgegeben würde. Lange Wege in die Transplantationszentren würden die regelmäßige Fahrt in die Spezialambulanzen drastisch erschweren – eine seltenere Wiedervorstellung, eine schlechtere Betreuung und ein schlechteres Organüberleben wären die Folge. Abgesehen davon würde eine solche „Ausdünnung“ des Versorgungsnetzes die Existenz nephrologischer und spezialisierter chirurgischer Abteilungen in den betroffenen Universitäten – mit Verlust von Weiterbildungskapazitäten (bei bereits jetzt schon existierendem Mangel an Nephrologen) – aufs Spiel setzen und darüber hinaus die vorhandene Kompetenz und das Engagement für die Transplantation und Organspende reduzieren. „Gerade jetzt, wo die Spenderzahlen so dramatisch rückläufig sind, wäre das ein völlig falsches Signal“, so Floege. Wie die DGfN glaubt, wird der Organspende-Skandal als Vorwand genutzt, um massive Einschnitte in die Versorgungstruktur durchzusetzen, doch das bemühte Sicherheitsargument der Befürworter einer Zentrierung steht auf wackligen Beinen: Durch den Wegfall der engen Vernetzung zwischen niedergelassenen Nephrologen und den Ärzten in den Transplantationszentren käme es zu einer „Anonymisierung der Versorgung“ der Nierenpatienten, die neben einer Qualitätsverschlechterung auch den Verlust der Kontrollfunktion durch die Nephrologen nach sich ziehen würde. Durch die intensive Mitbetreuung der auf eine Nierentransplantation wartenden Patienten durch niedergelassene Nephrologen und durch die Nephrologen an den Transplantationszentren besteht bei der Nierentransplantation seit langem ein quasi „6-Augen-Prinzip“ bei der Vergabe der Spenderorgane. „Deshalb, aber auch, weil im Bereich der Nierentransplantation keine Dringlichkeitsparameter manipulierbar sind, gibt es keine Vorfälle im Bereich der Nierentransplantation“, so Floege. Doch insbesondere die Nierenpatienten, die die bei weitem größte Gruppe der Transplantierten ausmachen, wären die Leidtragenden, wenn die flächendeckende Versorgung aufgegeben würde. Das Argument der Fallzahlen, das Strehl anführt, hält die DGfN für höchst problematisch, schließlich seien genau diese Zahlen ein möglicher Trigger für die vergangenen Manipulationsversuche. Auch gebe es keinerlei Daten, die zeigen, dass die Behandlungsqualität in kleineren Zentren schlechter sei als in größeren. „Die angeführten Argumente verschleiern, dass hier Sparpolitik auf dem Rücken der Patienten ausgetragen wird.“ Quelle: Pressemitteilung DGfN vom 21. Oktober 2013 38

News Deutsche Gesellschaft für Nephrologie wählt neuen Vorstand Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie hat in ihrer Mitgliederversammlung am 7. Oktober 2013 einen neuen Vorstand gewählt, der in den nächsten drei Jahren die bisherige erfolgreiche Arbeit der Gesellschaft fortsetzen wird. Neuer Präsident der Gesellschaft ist Prof. Dr. Jürgen Floege, Aachen. Desweiteren wurden in den Vorstand gewählt: •• Frau Prof. Kerstin Amann, Erlangen (als Vertreterin der Grundlagenforschung) •• Herr Prof. Mark-Dominik Alscher, Stuttgart (als Vertreter der klinischen Nephrologen) •• Herr Prof. Andreas Kribben, Essen (als Vertreter der universitären Nephrologen) •• Herr Dr. Thomas Weinreich, Villingen- Schwenningen (als Vertreter der niedergelassenen Nephrologen) Prof. Floege hat als Präsident der DGfN Prof. Reinhard Brunkhorst, Hannover, abgelöst, der sich nach fünfjähriger Tätigkeit als Gründungspräsident der Gesellschaft nicht erneut zur Wahl gestellt hatte. Prof. Brunkhorst hat sich mit der Leitung der Akademie Niere einer neuen verantwortungsvollen Aufgabe zugewandt. Für seine herausragenden Leistungen wurde er gestern zum Ehrenmitglied der Gesellschaft ernannt. Prof. Amann, Dr. Weinreich und Prof. Floege waren bereits im vorherigen Vorstand tätig. Der neue Vorstand nimmt ab sofort die Arbeit auf. Drängendste Aufgaben sind die Koordination möglicher Interventionen zur Abwendung der zweiten Stufe der Absenkung der Dialysesachkostenpauschale sowie u. a. die Intensivierung der Nachwuchsförderung und die Fortführung der Zertifizierungsvorhaben. Quelle: Pressemitteilung DGfN vom 8. Oktober 2013 Abbildung 1: v.l.n.r. Prof. Andreas Kribben, Prof. Mark-Dominik Alscher, Prof. Jürgen Floege, Prof. Kerstin Amman, Dr. Thomas Weinreich Conferences 39

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