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CONNEXI 2015-02 AIDS und Hepatitis

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Retrospektive der 6. Münchner AIDS und Hepatitis Werkstatt 2015

Opportunistische

Opportunistische Infektionen: Was ist heute relevant? for Disease Control and Prevention, National Institutes of Health, and HIV Medicine Association of the Infectious Diseases Society of America. CID 2014; 58: 1308−11. 4. Stoehr A, Lorenzen, T, Wursthorn K. Ab wann welche ART? MMW-Fortschr Med 2014; 156: 33−36. 5. Zanoni BC, Gandhi RF. Update on Opportunistic Infections in the Era of Effective Antiretroviral Therapy. Infect Dis Clin N Am 2014; 28: 501−18. 6. Staehelin C, Elzi L, Weber R, Furrer H. Therapie und Infektion von opportunistischen Infektionen. Ther Umsch 2014; 71: 475-82. 7. Mocroft A, Lundgren JD, Sabin ML et al. Collaboration of Observational HIV Epidemiological Research Europe (COHERE) study in EuroCoord. Risk factors and outcomes for late presentation for HIV-positive persons in europe: results from the collaboration of observational HIV epidemiological research europe study (COHERE). PLoS Med 2013; e1001510. 8. Wolbers M, Bucher HC, Furrer H et al. Swiss HIV Cohort Study. Delayed diagnosis of HIV infection and late initation of antiretroviral therapy in Swiss HIV Cohort Study. HIV Med 2008; 9: 397−05. 9. Hoffmann C. Opportunistische Infektionen (OI). In: Hoffmann C, Rockstroh J. HIV 2014/2015. www.hivbuch.de. Seiten 346−47. 10. Mocroft A, Furrer HJ, Miro JM et al. Opportunistic Infections Working Group on behalf of the Collaboration of Observational HIV Epidemiological Research Europe (COHERE) study in EuroCOORD. The incidence of AIDSdefining illnesses at a current CD4 count ≥ 200 cells/μL in the post-combination antiretroviral therapy era. CID 2013; 57: 1038−47. 11. Zolopa A, Andersen J, Powderly W, Sanchez et al. Early antiretroviral therapy reduces AIDS progression/death in individuals with acute opportunistic infections: a multicenter randomized strategy trial. PLoS 2009; 4: e5575. 12. Makadzange AT, Ndhlovu CE, Takarinda K et al. Early versus delayed initiation of antiretroviral therapy for concurrent HIV infection and cryptococcal meningitis in sub-saharan Africa. CID 2010; 50: 1532−38. 13. Bisson GP, Molefi M, Bellamy S et al. Early versus delayed antiretroviral therapy and cerebrospinal fluid fungal clearance in adults with HIV and cryptococcal meningitis. CID 2013 Apr;56(8): 1165−73. 14. Herzmann C, Lange C. Tuberkulose. In: Hoffmann C, Rockstroh J. HIV 2014/2015. www.hivbuch.de. Seiten 368−82. Conferences Opportunistische Infektionen auf dem Boden einer HIV-Infektion treten auch im Zeitalter einer möglichen hocheffektiven antiretroviralen Behandlung (HAART) auf. Welche Aussage trifft zu? 1. In Kohorten mit Zugang zu einer effektiven HAART wird unter der HAART ein dramatischer Anstieg der Inzidenzen HIV-assoziierter OI beobachtet. 2. Häufigkeit und Art der Diagnose einer OI bei HIV-Infektion sind unabhängig von der Höhe der aktuell vorliegenden Zahlen der CD4-positiven T-Lymphozyten (Helferzellen). 3. Bei der Kryptokokken-Meningoenzephalitis ist ein nach Diagnosestellung sofortiger und zeitgleicher Beginn der antiretroviralen HIV-Behandlung und Therapie der Kryptokokkose stets lebensrettend. 4. Mit extrapulmonalen Verlaufsformen der Tuberkulose ist bei der HIV-Koinfektion in Abhängigkeit von einem Fortschreiten der Immunschwäche zu rechnen. Die Lösung finden Sie auf Seite 64. 46

Brauchen wir neue Marker? Und was brauchen wir nicht mehr? TDM – wann heute noch sinnvoll? Hartwig Klinker, Würzburg Als Therapeutisches Drug Monitoring (TDM) bezeichnet man die Messung der systemischen Wirkkonzentration eines Pharmakons und eine auf dieser Konzentrationsmessung beruhende Dosisanpassung einer Medikation. Dem Verfahren kommt nach wie vor in der Therapie-begleitenden Diagnostik der HIV-Infektion eine wichtige Bedeutung zu. Grundsätzlich geeignet für ein TDM sind Substanzen mit eingeschränkter therapeutischer Breite. Weitere Voraussetzung für einen Nutzen derartiger Untersuchungen ist eine gegebene Korrelation zwischen Serumkonzentration und Wirkung sowie Toxizität. Wertvoll ist ein TDM insbesondere bei hohen interindividuellen und geringeren intraindividuellen Konzentrationsunterschieden von Pharmaka. Zudem sollte eine geeignete Bestimmungsmethode verfügbar sein. Was kontrollieren? Ein TDM ist für viele Wirkstoffe mit unterschiedlichen Indikationsgebieten etabliert. Beispiele sind Antibiotika, Immunsuppressiva, Digitalis, Theophyllin u. a.. In der antiretroviralen Therapie (ART) hat sich ein TDM von Protease-Inhibitoren (PI) und nicht nukleosidischen Reverse-Transkriptase-Inhibitoren (NNRTI) als hilfreich erwiesen. Für diese Substanzen sind die o. g. Voraussetzungen gegeben. Plasmakonzentrationen von NRTI (nukleosidische Reverse-Transkriptase-Inhibitoren) korrelieren unzureichend mit der antiviralen Wirksamkeit, da sie als Prodrugs erst intrazellulär in ihre wirksame Form überführt werden müssen. Maraviroc als einziger CCR5-Antagonist und Integrase-Inhibitoren eignen sich eingeschränkt für ein TDM. Warum kontrollieren? Insbesondere vor dem Hintergrund der wesentlichen Verbesserung der Prognose der HIV- Erkrankung und dem damit verbundenen höheren Prof. Dr. med. Hartwig Klinker Klinker_H@ukw.de Lebensalter stellen Komorbidität, Polypharmazie (gleichzeitige Einnahme > 5 unterschiedlicher Wirkstoffe) und pharmakokinetische Wechselwirkungen (drug drug interactions = DDI) ein zunehmendes Problem der ART dar. Zurückzuführen sind DDI auf den Metabolismus zahlreicher Pharmaka am Cytochrom-P450-System der Leber und die Nutzung identischer Arzneimitteltransporter (z. B. p-Glykoprotein). Maraviroc ist ein Substrat, PI sind Substrate und Inhibitoren, NNRTI Substrate und Induktoren des wichtigsten Isoenzyms CYP3A4. Eine Unterstützung kann ein TDM unabhängig von den genannten allgemeinen Kriterien auch in der Beurteilung der Therapieadhärenz der Patienten bieten. In Anlehnung an aktuelle Leitlinien (DAIG 2012) [1] ist ein TDM in der ART in folgenden klinischen Situationen angezeigt: Conferences 47

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