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CONNEXI 2015-02 AIDS und Hepatitis

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Retrospektive der 6. Münchner AIDS und Hepatitis Werkstatt 2015

München im März - das

München im März - das Mekka deutscher HIV-, AIDS- und Hepatitis-Spezialisten Conferences Nephrotoxizität bei der Substanz Tenofovir – hier wird bald ein Nachfolgepräparat zur Verfügung stehen – und eine 27 %ige Erhöhung des relativen Nierenrisikos bei Atazanavir sowie eine 16 %ige Erhöhung des relativen Risikos bei Lopinavir hin. Die Gegenwart und die mittlere Zukunft wird auf nukleosid-/nukleotidartige Medikamente nicht verzichten können. Compliance-Probleme bei HIV-Patienten: Was können wir tun? Die heute in der HIV-Behandlung zur Verfügung stehenden Medikamente sind deutlich robuster als frühere Präparate. Wenn ein Patient einmal vergisst, seine Medikamente einzunehmen, erwachsen daraus keine Probleme. Die Medikamente müssen auch nicht zu einer bestimmten Uhrzeit Mehr als 95 % der Hepatitis C-Patienten können heute geheilt werden. eingenommen werden. Studien bei Jugendlichen – diese Ergebnisse wurden bei der CROI 2015 vorgestellt – zeigen auch, dass mit bestimmten Regimen „Wochenendpausen“ ohne Beeinflussung der Effektivität und ohne die Entstehung von Resistenzen möglich sind. Wir sehen dennoch in allen Arbeitsgruppen Patienten, die es „nicht schaffen“, ihre Medikamente einzunehmen und teilweise deshalb auch an HIV-/AIDS-Komplikationen sterben, was heute für die Patienten, die ihre Medikamente regelmäßig einnehmen, kaum noch der Fall ist. Entsprechende Forschungsprojekte, wie wir diese Patienten besser verstehen und ihnen besser helfen können, laufen derzeit. Die üblichen Faktoren wie akute Drogenabhängigkeit, Alkoholismus, schwere Depression reichen nach bisherigen Erkenntnissen als Erklärung der Non-Compliance dieser speziellen Gruppe nicht aus. Mit der wachsenden Zahl der Flüchtlinge, die zurzeit nach Deutschland kommen, wächst die Zahl HIVpositiver Menschen. Welche alten Herausforderungen stellen sich damit neu? Die HIV-Behandler in Deutschland, im niedergelassenen Bereich in der DAGNÄ organisiert und im wissenschaftlichen Bereich in der DAIG, haben derzeit keine relevanten Probleme, Flüchtlinge, die in vermehrter Zahl nach Deutschland kommen, zu versorgen, wenn sie eine bekannte oder bisher nicht bekannte HIV-Infektion haben. Die besonderen Ängste dieser Gruppe, die ja in ihrem bisherigen Leben meist massiven Traumata ausgesetzt waren, stellen für die Behandler eine größere Herausforderung als die HIV-Behandlung selbst dar. Versicherungsprobleme sind meist vorübergehender Natur und können in vielen Fällen durch verstärktes Engagement überbrückt werden. Hepatitis C Werden die Risikogruppen erreicht? Wir rechnen im HIV-Bereich mit etwa 14.000 Patienten in Deutschland, die nichts von ihrer HIV-Infektion wissen oder nicht in ärztlicher Behandlung sind. Bei Hepatitis C ist diese Dunkelziffer von bisher nicht diagnostizierten Patienten weitaus höher. Hier bedarf es der proaktiven Arbeit, insbesondere der Information von Hausärzten. HIV-Patienten werden auch in Deutschland oft zu spät diagnostiziert, weil eine Sommergrippe oder ein Pfeiffersches Drüsenfieber – diese Erkrankungen haben dieselben Symptome wie die akute HIV-Infektion – statt einer HIV-Infektion vermutet werden. Erhöhte Leberlaborwerte sollten bei jedem Patienten in jeder Praxis dazu führen, dass auch eine Hepatitis-Serologie durchgeführt wird. 8

16. Interdisziplinärer Kongress für Suchtmedizin 2.- 4. Juli 2015 ! Sucht Fachintegrierendes Forum für Suchttherapie, Suchtfolgekrankheiten und Akutversorgung Suchtkranker Kongressleitung: Prof. Dr. med. Markus Backmund Veranstaltungsort: Holiday Inn Munich – City Centre München Nähere Informationen erhalten Sie unter www.suchtkongress.de Veranstalter: In Zusammenarbeit mit: institut für suchtmedizin und adipositas isa

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