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CONNEXI 2015-05 Nephrologie Dialyse Transplantation

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Retrospektive vom Nephrologischen Seminar in Heidelberg, Erfurter Dialysefachtage, Expertenmeeting Dialyse in Erfurt, ERA EDTA in London 2015

LeseZeichen Die Daten

LeseZeichen Die Daten der DOPPS-Studie validieren eine Assoziation zwischen hohen i.v.-Eisen-Dosen und Mortalität Die Eisengabe ergänzt die Therapie mit erythropoesestimulierenden Substanzen (ESA) und hilft, die Dosis an ESA zu verringern. Die Eisengabe erfordert jedoch eine sorgfältige Balance zwischen dem erwünschten klinischen Effekt und den Toxizitätsrisiken. ausdrückte. Hier bestand ein um 26 % höheres Risiko für die Gesamtmortalität (35 % höher für die kardiovaskuläre Mortalität) in der Höchstdosis-Kategorie (> 6 mg/kg pro Monat) verglichen mit der Kategorie mit 1–2 mg/kg pro Monat. Die Assoziationen mit der Ursachen-spezifischen Mortalität (kardiovaskulär, infektiös und andere bekannte Ursachen) waren den Assoziationen mit der Gesamtmortalität ähnlich. Das Hospitalisierungsrisiko lag bei den Patienten, die 300 mg/Monat oder mehr erhielten, höher als bei denen, die nur 100–199 mg/Monat erhielten (HR 1,12; 95 %-KI 1,07–1,18). Dr. med. Bernd Winterberg b.winterberg@mh-ml.de Kommentar Conferences In der vorliegenden Studie wurden die Daten der DOPPS-Studie (Dialysis Outcomes and Practice Patterns Study) vermittels einer Cox-Regressionsanalyse in Hinsicht auf die Verbindung zwischen i.v.-Eisendosis und klinischem Outcome bei 32.435 Hämodialyse (HD)-Patienten in 12 Ländern von 2002 bis 2011 untersucht. Es wurde die in den ersten vier Monaten verschriebene Gesamt-Eisen-Dosis, ausgedrückt als durchschnittliche Dosis pro Monat, betrachtet. Im Vergleich mit der häufigsten durchschnittlichen Dosis von 100–199 mg/Monat war die Case-Mixadjustierte Mortalität in den Kategorien 0, 1–99 und 200–299 mg/Monat ähnlich, jedoch signifikant höher in der Gruppe mit 300–399 mg/Monat (HR 1,13; 95 %-KI 1,00–1,27) und in der Gruppe mit 400 mg/ Monat oder mehr (HR 1,18; 95 %-KI 1,07-1,30). Eine konvergente Validität wurde bestätigt durch eine instrumentelle Variablen-Analyse, wobei das Dialysezentrum als Instrument diente, und durch eine Analyse, die das i.v.-Eisen als Dosis pro kg Körpergewicht Nach den Ergebnissen dieser Studie scheint die weit verbreitete Praxis der Gabe von 50–62,5 mg Fe/Woche oder 100–125 mg Fe/2. Woche (also unter 300 mg/Monat) mit einem niedrigen Mortalitätsrisiko einherzugehen. Diese Dosis (ca. 3 g/Jahr) würde auch ungefähr dem jährlichen Eisenbedarf eines HD-Patienten entsprechen. Eine höhere i.v.-Eisen-Dosis würde nach den Ergebnissen dieser Studie eine höhere Mortalität für die Patienten bedeuten, anscheinend aber nur bei Patienten mit einem Hb > 10g/dl, nicht bei Patienten, deren Hb < 10g/dl liegt. Da die Zahl der Patienten in dieser Kategorie aber zu klein ist, um dazu eine valide Aussage zu treffen, sind weitere Studien wünschenswert, auch, um unter anderem die Bedeutung einer eventuellen Eisenüberladung zu evaluieren. Referenz: 1. Bailie GR, Larkina M, Goodkin DA et al. Data from the Dialysis Outcomes and Practice Patterns Study validate an association between high intravenous iron doses and mortality. Kidney Int 2015; 87(1): 162–8. 42

LeseZeichen Die Assoziation zwischen n-3-mehrfach-ungesättigten- Fettsäurespiegeln und Überleben bei Patienten nach Nierentransplantation Schon in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts wurde über eine starke negative Verknüpfung zwischen Fischkonsum und der Inzidenz kardiovaskulärer Erkrankungen berichtet. Trotz der vielen positiven Effekte der n-3-mehrfach-ungesättigten Fettsäuren (PUFA), wie z. B. Plaque-Stabilisierung, weniger Arterienverkalkung, verbesserte endotheliale und myokardiale Funktionen usw., haben kürzlich publizierte prospektive Kohortenstudien und randomisierte kontrollierte Studien gemischte Resultate mit moderaten positiven oder negativen Ergebnissen gezeigt. Allerdings wurden bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz (ESRD) positive Effekte auf die Morbidität und Mortalität nachgewiesen. In der vorliegenden Studie aus Skandinavien, wo bekanntlich viel Fisch gegessen wird, wurde eine große Zahl von nierentransplantierten Patienten (n = 1990) hinsichtlich der n-3-mehrfachungesättigten-Fettsäurespiegel (zehn Wochen nach Transplantation) und der Verknüpfung mit der Mortalität (aus kardiovaskulärer Ursache oder bedingt durch Infektionen oder Malignome) untersucht. Es wurde eine stratifizierte Analyse und eine multivariable Regressionsanalyse durchgeführt. Während der Follow-up-Periode von 6,8 Jahren gab es 406 Todesfälle (20,4 %). Die Mortalitätsraten waren bei Patienten mit hohen n-3-PUFA- Spiegeln (≥7,95 Gew.%) niedriger als bei Patienten mit niedrigen Spiegeln (

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