Aufrufe
vor 5 Jahren

CONNEXI 2015-05 Nephrologie Dialyse Transplantation

  • Text
  • Patienten
  • Therapie
  • Conferences
  • Peritoneal
  • Dialysis
  • Studie
  • Studien
  • Dialysepatienten
  • Dialyse
  • Peritonealdialyse
Retrospektive vom Nephrologischen Seminar in Heidelberg, Erfurter Dialysefachtage, Expertenmeeting Dialyse in Erfurt, ERA EDTA in London 2015

Neue therapeutische

Neue therapeutische Perspektiven und nachweislich rasch fortschreitendem Verlauf an der Studie teil. Zu den Einschlusskriterien gehörten unter anderem die Diagnose einer ADPKD (modifiziert nach Ravine), eine Vergrößerung des Gesamtnierenvolumens auf ≥ 750 ml in der Kernspintomographie (MRT) und eine Kreatinin- Clearance (Cockcroft-Gault) von ≥ 60 ml/min. Die Patienten wurden in einem Verhältnis von 2 : 1 randomisiert und erhielten über einen Prüfzeitraum von bis zu drei Jahren morgens und nachmittags je nach Verträglichkeit 45/15 mg bzw. 60/30 mg oder 90/30 mg Tolvaptan oder Placebo. Verringerung des jährlichen Volumen zuwachses um 50 Prozent konnte die Zahl der kombinierten Ereignisse von 50 auf 44 pro 100 Beobachtungsjahre gesenkt werden (Risikoquotient: 0,87, 95 %-Konfidenzintervall [KI]: 0,78–0,97, p=0,0095). Ein Ergebnis, das maßgeblich auf den geringeren Verlust der Nierenfunktion von 5 auf 2 Ereignisse auf 100 Personenjahre (Hazard Ratio [HR]: 0,39; 95 %-KI: 0,26–0,57; p

Neue therapeutische Perspektiven gleichzeitig stieg das Gesamtbilirubin um mehr als das zweifache der ULN an. Auch diese Veränderungen waren nach sofortigem Absetzen der Therapie bei allen drei Patienten reversibel. Um jedoch zukünftig das Risiko potenziell irreversibler und ggf. lebensbedrohlicher Leberschäden zu minimieren, müssen Patienten unter einer Therapie mit Jinarc in den ersten 18 Behandlungsmonaten monatlich, danach in dreimonatlichen Abständen auf erhöhte Leberwerte untersucht werden. Biomarker für rasches Fortschreiten Bei ADPKD-Patienten ist mit einer erheblichen inter- und selbst intrafamiliären Variabilität der klinischen Symptomatik zu rechnen. Manche Patienten kommen in frühen Jahren in die terminale Niereninsuffizienz, andere wiederum erreichen ein hohes Alter ohne Einschränkung ihrer Nierenfunktion, wie Professor Yannick Le Meur, CHU La Cavale Blanche, Brest, Frankreich, ausführte. Genetisch disponieren die PKD1-Mutation und hier insbesondere trunkierte Mutationen für einen schweren Verlauf. Zu den Umweltfaktoren, die ein raschen Fortschreitens der ADPKD begünstigen, zählen u. a. Tabakrauchen, hoher Kaffeekonsum, geringe Trinkmenge und eine hohe Proteinzufuhr. Weitere klinische Prädiktoren für Early-Onset-Erkrankungen sind eine frühe arterielle Hypertonie, ein früher Einbruch der GFR sowie eine Makrohämaturie. Unter den Laborwerten zählen erhöhte Copeptinwerte, Proteinurie und Mikroalbuminurie zu den Risikofaktoren für das rasche Fortschreiten. In prospektiven Studien konnte gezeigt werden, dass die Nierengröße (TKV) mit dem Verlust der GFR korreliert und ein guter Biomarker für ein rasches Fortschreiten der ADPKD darstellt. Professor Marlene Chapman, Universität von Chicago, Illinois, USA, zeigte auf, dass sowohl die Magnetresonanztomographie (MRT) als auch Ultraschallmessungen zuverlässige Daten liefern, um das Risiko einer raschen Progression in die terminale Niereninsuffizienz einzuschätzen [6, 7]. Es wird laut Professor Bertrand Knebelmann, Hôpital Necker-Enfants malades, Paris, in der Zukunft wichtig sein, zuverlässige, validierte und konsentierte Algorithmen auszuarbeiten, damit alle Patienten, die von Tolvaptan profitieren werden, auch in den Genuss dieser innovativen Therapie kommen. Bericht Rüdiger Zart Referenzen 1. Perrone RD, Ruthazer R, Terrin NC. Survival after endstage renal disease in autosomal dominant polycystic kidney disease: contribution of extrarenal complications to mortality. Am J Kidney Dis 2001; 38(4): 777–84. 2. Rossetti S, Strmecki L, Gamble V et al. Mutation analysis of the entire PKD1 gene: genetic and diagnostic implications. Am J Hum Genet 2001; 68(1): 46–63. 3. Gabow PA. Autosomal dominant polycystic kidney disease. N Engl J Med 1993: 329: 332–42. 4. Gabow PA, Chapman AB, Johnson AM et al. Renal structure and hypertension in autosomal dominant polycystic kidney disease. Kidney Int 1990; 38: 1177–80. 5. Torres VE, Chapman AB, Devuyst O et al. Tolvaptan in patients with autosomal dominant polycystic kidney disease. The New England Journal of Medicine 2012; 367 (25): 2407–18. 6. Chapman AB, Guay-Woodford LM, Grantham JJ et al. Renal structure in early autosomal dominant polycystic kidney disease (ADPKD): The Consortium for Radiologic Imaging Studies of Polycystic Kidney Disease (CRISP) cohort. Kidney Int 2003; 64(3): 1035–45. 7. Chapman AB, Bost JE, Torres VE et al. Kidney volume and functional outcomes in autosomal dominant polycystic kidney disease. Clin J Am Soc Nephrol 2012; 7(3): 479–86. 8. Kühn W, Walz G. Autosomal dominante polyzystische Nierenerkrankung. Dtsch Arztebl 2007; 44: A3022–8. Quelle: Bericht vom Symposium „Reaching new frontiers in the clinical management of ADPKD“ und „Identifying ADPKD patients with evidence of rapidly progessing disease“ anlässlich des 52 nd ERA-EDTA Congress am 29. und 30. Mai 2015 in London, unterstützt durch Otsuka Pharma GmbH. Mit freundlicher Unterstützung der Otsuka Pharma GmbH. Education 51

connexi Jahrgänge

connexi Themen