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CONNEXI 2015-07 AIDS und Hepatitis

Qualität

Qualität und Entwicklung in Praxen (QEP) Praktische Umsetzung von Risikomanagement Monika Raidl, Fischen am Ammersee Qualitätsmanagement ist in den meisten Arztpraxen inzwischen ein fester Bestandteil der täglichen Arbeit. Der dagnä HIV-QM-Lotse ist ein wertvoller Helfer für Arztpraxen mit Schwerpunkt HIV und Infektiologie. Seit der Einführung des ersten HIV-QM-Lotsen haben knapp 50 dagnä-Praxen den HIV-QM-Lotsen implementiert und vielfältige Erfahrungen sammeln können. Nun haben sich die gesetzlichen Anforderungen weiterentwickelt. Seit 2014 gilt die neue Qualitätsmanagementrichtlinie des gemeinsamen Bundesausschusses, die insbesondere die Qualitätsentwicklung und einen bewussten Umgang mit Risiken in den Vordergrund rückt. Vor diesem Hintergrund wurde im dagnä-Workshop „Praktikables Risikomanagement in Arztpraxen − Grundlagen, Umsetzungsvorschläge und praktische Anwendung“ das Thema Qualitätsmanagement und Risikomanagement intensiv beleuchtet. In reger Diskussion berichteten die Teilnehmer vom aktuellen Stand des Qualitätsmanagementsystems in der eigenen Praxis, den positiven Effekten, den Schwierigkeiten und den Problemen. Hier einige Ergebnisse der Diskussion: Positiv: • Schnellere Einarbeitung von neuen Mitarbeitern • Das Team wächst zusammen -> Teamentwicklung • Es ist hilfreich, sich gemeinsam Gedanken zu machen, wie man Prozesse gestaltet, das führt zur Prozessvereinheitlichung und zu einem Zusammengehörigkeitsgefühl • Qualitätsmanagement in der Praxis schafft ein einheitliches Bild nach außen. • Qualitätsmanagement braucht Zeit, die in der Praxis oft knapp ist. • Man muss immer „dranbleiben“. • In der Aufbauphase muss man sich konsequent Arbeitspakete vornehmen, Termine setzen oder gegebenenfalls mit einem externen Berater zusammenarbeiten, der das Projektmanagement in die Hand nimmt und für eine zielorientierte Umsetzung sorgt. Insgesamt berichten alle Teilnehmer sehr positiv von den langfristigen Auswirkungen des QMs. Conferences Kritisch: • Die im Qualitätsmanagement behandelten Themen sind sehr umfangreich. Insbesondere, wenn man in das QM auch alle gesetzlichen Anforderungen integriert. Dadurch wird das Handbuch schnell dick bzw. die elektronische Fassung unübersichtlich. • Je mehr Dokumente man hat, umso mehr muss man pflegen, Dokumentenlenkung ist anstrengend. Risikomanagement Abb. 1: HIV Lotse 4.0 Der 2. Teil des Workshops beschäftigte sich mit dem Thema Risikomanagement. Die Anforderungen aus der GBA-Richtlinie, ein kurzer theoretischer Abriss des Themas inklusive der Klärung von Begrifflichkeiten und Definitionen, führten in das 18

Qualität und Entwicklung in Praxen (QEP) Start Risikomanager Risiken kommunizieren und austauschen Risikobeurteilung Klären der Rahmenbedingungen Risiken identifizieren Risiken analysieren Risiken bewerten tragbar? Risiken bewältigen Risiken überwachen, überprüfen Ende Abb. 2: Risikomanagment gemäß ONR 49000 ff Dr. rer. pol. Monika Raidl monika@dr-raidl.de Thema ein. Alle Teilnehmer erhielten Arbeitsmaterialien zur Umsetzung von Risikomanagement in der eigenen Praxis: eine Musterbewertung für ein typisches Risiko in einer Arztpraxis, ein Formular, welches in der eigenen Praxis eingesetzt werden kann, sowie eine umfangreiche Risikoliste, anhand derer jede Praxis die eigenen Risiken ermitteln und bewerten kann. Alle Unterlagen befinden sich auch im neuen HIV-Lotsen 4.0. Als Ergebnis der Diskussion kann man festhalten, dass die Praxen, die bisher noch kein Risikomanagement etabliert haben, die Arbeitsmaterialien aus dem HIV-Lotsen für praktikabel halten. Die Teilnehmer des Workshops werden diese Unterlagen testen und Risikomanagement in das QM-System integrieren. Die Erfahrungen werden in der Arbeitsgruppe Qualitätsmanagement Anfang 2016 reflektiert. Eine weitere Aktualisierung des Lotsen ist 2016 geplant. Die gesetzlichen Vorgaben zu den Inhalten eines Qualitätsmanagementsystems haben sich seit 2014 verändert, die Grundlage hierfür ist: 1. Das Sozialgesetzbuch V § 137 wurde aktualisiert, und die Teilnahme an externen Qualitätssicherungsverfahren ist nun zwingend vorgeschrieben. 2. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat die Richtlinie zum Qualitätsmanagement überarbeitet und die Integration von Risikomanagement verpflichtend vorgeschrieben. 3. Die Vergütung von ärztlichen Leistungen hängt maßgeblich von der medizinischen Behandlungsqualität ab, der neue EBM enthält Zuschläge für QM. 4. Die kassenärztliche Bundesvereinigung hat definiert, dass Qualitätsmanagement nur noch in Verbindung mit Risikomanagement Gültigkeit hat. Die Lösung finden Sie auf Seite 47. Conferences 19

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