Aufrufe
vor 4 Jahren

CONNEXI 2015-07 AIDS und Hepatitis

Interaktionen

Interaktionen Antiinfektiva, sind sehr gut recherchierbar in unserem Online-Buch www.hivleitfaden.de [8]. Es empfiehlt sich, vor jeder Chemotherapie die Kompatibilität der einzelnen Zytostatika sowie auch der Begleitsubstanzen mit der antiretroviralen Therapie zu überprüfen. Das ist insbesondere dann unverzichtbar, wenn der Patient schon eine ART-Vorgeschichte und eventuell sogar Resistenzen hat und die oben beschriebenen „unproblematischen“ Virustatika nicht gegeben werden können. Dies kann sowohl in der beschriebenen Zusammenfassung von Mounier [7] in den darin enthaltenen Tabellen nachgelesen, als auch mithilfe von Online-Tools recherchiert werden. Besonders gut geeignet ist hierfür die Internetseite www.hivdruginteractions.org. Mit wenigen Klicks können der Einfluss der Virustatika auf die Toxizität der Zytostatika, die aktuelle Datenlage sowie Behandlungsempfehlungen hierzu ermittelt werden. Fazit Wenn die Empfehlungen aus der Onkopedia- Leitlinie berücksichtigt und eine genaue Recherche mithilfe von hiv-druginteractions gemacht wird, ist mit den modernen Virustatika fast jeder HIV-Patient mit einer Krebserkrankung in gleicher Weise behandelbar wie ein nichtinfizierter Patient. Referenzen 1. Hoffmann C, Wolf E, Fätkenheuer G et al. Response to highly active antiretroviral therapy strongly predicts outcome in patients with AIDS-related lymphoma. AIDS 2003; 17(10): 1521–9. 2. Antinori A, Cingolani A, Alba L et al. Better response to chemotherapy and prolonged survival in AIDS-related lymphomas responding to highly active antiretroviral therapy. AIDS 2001; 15(12): 1483–91. 3. Vaccher E, Spina M, di Gennaro G et al. Concomitant cyclophosphamide, doxorubicin, vincristine, and prednisone chemotherapy plus highly active antiretroviral therapy in patients with human immunodeficiency virus-related, non- Hodgkin lymphoma. Cancer 2001; 91(1): 155–63. 4. Besson C, Goubar A, Gabarre J et al. Changes in AIDS-related lymphoma since the era of highly active antiretroviral therapy. Blood 2001; 98(8): 2339–44. 5. Barta SK, Xue X, Wang D et al. Treatment factors affecting outcomes in HIV-associated non-Hodgkin lymphomas: a pooled analysis of 1546 patients. Blood 2013; 122(19): 3251–62. 6. Dunleavy K, Little RF, Pittaluga S et al. The role of tumor histogenesis, FDG-PET, and short-course EPOCH with dosedense rituximab (SC-EPOCH-RR) in HIV-associated diffuse large B-cell lymphoma. Blood 2010; 115(15): 3017–24. 7. Mounier N, Katlama C, Costagliola D et al. Drug interactions between antineoplastic and antiretroviral therapies: Implications and management for clinical practice. Crit Rev Oncol Hematol 2009; 72(1): 10–20. 8. www.hivleitfaden.de. http://www.hivleitfaden.de/cms/ index.asp?inst=hivleitfaden&snr=7413&t=Pharmakokineti k+und+Wechselwirkungen. Quelle: Vortrag von Herrn Dr. Manfred Hensel zum Thema „HIV- Medikation und Krebstherapie“ am 10. Oktober 2015 auf der DGHO-Jahrestagung in Basel. Conferences Welches Virostatikum ist aufgrund seines geringen Interaktionspotenzials gut zur Kombination mit einer Chemotherapie geeignet? 1. Elvitegravir 2. Efavirenz 3. Lopinavir 4. Raltegravir 5. Ritonavir Die Lösung finden Sie auf Seite 47. 38

HIV und Komorbiditäten Höhere Risiken bei onkologischen Erkrankungen berücksichtigen Symposiumsbericht Mit zunehmender Lebenserwartung ist auch in der HIV-Population eine steigende Inzidenz der vorwiegend im Alter auftretenden onkologischen Erkrankungen zu verzeichnen. Für einige Krebsentitäten besteht aufgrund der Infektion sogar ein erhöhtes Risiko. Damit kommt dem HIV-Behandler, sowohl bei der Vor- als auch bei der Nachsorge, eine besondere Verantwortung zu. Insbesondere bei flankierenden Maßnahmen, wie Beratungen zu Wiedereingliederung in den Alltag des Patienten, ist eine enge Kooperation von Hausärzten/ Infektiologen und onkologisch tätigen Fachärzten erforderlich. Mit der Einladung zweier Onkologie-Experten wurde das von Hexal unterstützte Symposium im Rahmen des dagnä-Workshops der Notwendigkeit einer engen Vernetzung zwischen den einzelnen Fachrichtungen gerecht. Dr. Friedrich Overkamp von Oncoconsult Hamburg erläuterte Chancen, Risiken und Perspektiven der Krebsfrüherkennung und Dr. Björn Güldenzoph aus einer hämatologisch-onkologische Praxis, ebenfalls in Hamburg, referierte zu aktuellen Nachsorgekonzepten häufiger und HIV-assoziierter Neoplasien. Wenig Evidenz für Screenings und apparative Tests zur Früherkennung Schätzungen zufolge ist bis zum Jahr 2030 mit einem Anstieg der Inzidenz maligner Diagnosen um etwa 50 bis 55 % zu rechnen. Bei derzeit ca. 500.000 Neuerkrankungen und 250.000 Sterbefällen pro Jahr sei dies heute wie auch für die Zukunft eine enorme Herausforderung, konstatierte Overkamp. Der demografische Wandel habe immer ältere und erstaunlicherweise immer mehr Altersaufbau 2012 – Deutschland (Tsd.) Altersaufbau 2030 – Deutschland (Tsd.) 100 90 80 70 60 50 40 30 20 10 0 100 90 80 70 60 50 40 30 20 10 0 600 300 300 600 600 300 300 600 Krebsneuerkrankungen in Deutschland 2012 1) ~494.000 Krebsneuerkrankungen in Deutschland 2030 1) ~590.000 Durch die zunehmende Lebenserwartung steigt auch die Zahl der Krebsneuerkrankungen – ältere Menschen erkranken häufiger an Krebs Statistisches Bundesamt, aufgerufen am 12.02.2014 Abbildung 1: Demografischer Wandel Education 39

connexi Jahrgänge

CONNEXI 2020-3 Infektiologie
CONNEXIPLUS 2020-2 Kardiorenale Achse
CONNEXI 2019-8 Schmerz Palliativmedizin
CONNEXI 2019-7 Nephrologie
CONNEXI 2019-6 AIDS Hepatitis
CONNEXI 2019-4 Diabetes Adipositas
CONNEXI 2019-3 Neurologie
CONNEXI 2019-2 Nephrologie
CONNEXI 2017-05 AIDS Hepatitis
CONNEXI 2017-04 Hämatologie Onkologie
CONNEXI 2017-03 Nephrologie
CONNEXI 2017-01 Neurologie Psychiatrie
CONNEXI 2016-09 Schmerz
CONNEXI 2016-03 Nephrologie
CONNEXI 2016-02 Schmerz
CONNEXI 2016-01 Hämatologie Onkologie
CONNEXI 2015-06 AIDS und Hepatitis
CONNEXI 2015-05 Nephrologie Dialyse Transplantation
CONNEXI 2015-04 Kardiologie
CONNEXI 2015-3 Schmerz und Palliativmedizin
CONNEXI 2015-02 AIDS und Hepatitis
CONNEXI 2015-01 Schmerz und Palliativmedizin
CONNEXI 2014-06 AIDS und Hepatitis
CONNEXI 2014-03 Nephrologie Dialyse Transplantation
CONNEXI 2014-02 Kardiologie
CONNEXI 2014-01 AIDS und Hepatitis
CONNEXI 2013-03 Schlafmedizin
CONNEXI 2013-02 AIDS und Hepatitis
CONNEXI 2013-01 Schmerz und Palliativmedizin

connexi Themen

CONNEXIPLUS 2020-2 Kardiorenale Achse
CONNEXI 2019-7 Nephrologie
CONNEXI 2019-2 Nephrologie
CONNEXI 2017-03 Nephrologie
CONNEXI 2016-03 Nephrologie
CONNEXI 2015-05 Nephrologie Dialyse Transplantation
CONNEXI 2014-03 Nephrologie Dialyse Transplantation
CONNEXIPLUS 2020-2 Kardiorenale Achse
CONNEXI 2018-8 KARDIOLOGIE
CONNEXI 2018-4 KARDIOLOGIE
CONNEXI 2015-04 Kardiologie
CONNEXI 2014-02 Kardiologie
CONNEXI 2020-3 Infektiologie
CONNEXI 2019-6 AIDS Hepatitis
CONNEXI 2018-5 AIDS und HEPATITIS
CONNEXI 2017-05 AIDS Hepatitis
CONNEXI 2015-06 AIDS und Hepatitis
CONNEXI 2015-02 AIDS und Hepatitis
CONNEXI 2014-06 AIDS und Hepatitis
CONNEXI 2014-01 AIDS und Hepatitis
CONNEXI 2013-02 AIDS und Hepatitis
CONNEXI 2019-3 Neurologie
CONNEXI 2017-01 Neurologie Psychiatrie
CONNEXIPLUS 2020-2 Kardiorenale Achse
CONNEXI 2019-4 Diabetes Adipositas
CONNEXI 2017-04 Hämatologie Onkologie
CONNEXI 2016-01 Hämatologie Onkologie