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CONNEXI 2016-02 Schmerz

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  • Schmerzkongress
  • Schmerzmedizin
Retrospektive des Deutschen Schmerzkongress 2015

Multimodale

Multimodale Schmerztherapie Kein Streit mit dem MDK Andreas Böger, Kassel Die multimodale Schmerztherapie gilt als „Goldstandard“ der Schmerztherapie und wurde als „gleichzeitige, inhaltlich, zeitlich und in der Vorgehensweise aufeinander abgestimmte umfassende Behandlung von Patienten mit chronifizierten Schmerzsyndromen bezeichnet, in die verschiedene somatische, körperlich übende, psychologisch übende und psychotherapeutische Verfahren nach vorgegebenem Behandlungsplan mit identischem, unter Therapeuten abgesprochenem Therapieziel eingebunden sind“. Die Effektivität der multimodalen Schmerztherapie ist vielfach in internationalen Studien belegt, die auch eine erfreuliche Kosteneffek tivität beschreiben. So kann bei berufstätigen Rückenschmerzpatienten ein Rückgang der Arbeitsunfähigkeitstage um 75 % und eine Halbierung der schmerzbedingten Behandlungen bzw. Arztkonsultationen bei gleichzeitig deutlicher Verbesserung der Lebensqualität und anderer Parameter erreicht werden. Dies führte nach einem Jahr zu einer Einsparung schmerzbedingter Kosten von 2.000–6.000 Euro. Hauptelement ist zum einen das gleichzeitige gerichtete und gemeinsame Therapieren durch das gesamte Team. Hierzu sind enge Absprachen, z. B. in täglichen Schmerzkonferenzen und Teambesprechungen, notwendig. Zum anderen ist die Conferences 8-918 Multimodale Schmerztherapie Exkl.: Multimodale schmerztherapeutische Kurzzeitbehandlung (8-91b) Hinw.: Mit einem Kode aus diesem Bereich ist eine mindestens siebentägige interdisziplinäre Behandlung von Patienten mit chronischen Schmerzzuständen (einschließlich Tumorschmerzen) unter Einbeziehung von mindestens zwei Fachdisziplinen, davon eine psychiatrische, psychosomatische oder psychologischpsychotherapeutische Disziplin, nach festgelegtem Behandlungsplan mit ärztlicher Behandlungsleitung zu kodieren. Die Patienten müssen mindestens drei der nachfolgenden Merkmale aufweisen: • manifeste oder drohende Beeinträchtigung der Lebensqualität und/oder der Arbeitsfähigkeit, • Fehlschlag einer vorherigen unimodalen Schmerztherapie, eines schmerzbedingten operativen Eingriffs oder einer Entzugsbehandlung, • bestehende(r) Medikamentenabhängigkeit oder -fehlgebrauch, • schmerzunterhaltende psychische Begleiterkrankung, • gravierende somatische Begleiterkrankung. Dieser Kode erfordert eine interdisziplinäre Diagnostik durch mindestens zwei Fachdisziplinen (obligatorisch eine psychiatrische, psychosomatische oder psychologisch-psychotherapeutische Disziplin) sowie die gleichzeitige Anwendung von mindestens drei der folgenden aktiven Therapieverfahren: Psychotherapie, Physiotherapie, Entspannungsverfahren, Ergotherapie, medizinische Trainingstherapie, sensomotorisches Training, Arbeitsplatztraining, künstlerische Therapie (Kunst- oder Musiktherapie) oder sonstige übende Therapien. Die Therapieeinheiten umfassen durchschnittlich 30 Minuten. Der Kode umfasst weiter die Überprüfung des Behandlungsverlaufs durch ein standardisiertes therapeutisches Assessment, eine tägliche ärztliche Visite oder Teambesprechung und eine interdisziplinäre wöchentliche Teambesprechung. Bei Gruppentherapie ist die Gruppengröße auf maximal acht Personen begrenzt. Die Anwendung dieses Kodes setzt die Zusatzbezeichnung „Spezielle Schmerztherapie“ bei der/dem Verantwortlichen voraus. Abbildung 1: OPS-Code multimodale Schmerztherapie (www.dimdi.de). 10

Umdenken im Kampf gegen Tumor-Durchbruchschmerzen WAHRHEIT MYTHOS Alle transmukosalen Fentanyle sind gleich. Instanyl ® ist anders! Schmerzreduktion innerhalb von 15 Minuten nach Verabreichung der Medikation (PID 15 ) 2 3,0 2,5 2,0 Schwelle der klinischen Relevanz PID 15 1,5 1,0 0,5 0 INFS FPNS OTFC FBT FST FBSF MSIR Medikation gegen Tumor-Durchbruchschmerzen Plazebo INFS (Instanyl®): intranasal fentanyl spray FPNS (PecFent ® ): fentanyl pectin nasal spray FST (Abstral ® ): fentanyl sublingual tablets FBSF (Breakyl ® ): fentanyl buccal soluble film FBT (Effentora ® ): fentanyl buccal tablets OTFC (Actiq ® ): oral transmucosal fentanyl citrate MSIR: morphine sulfate immediate release INSTANYL ® – DAS SCHNELLE FENTANYL-NASENSPRAY 1–4 Schneller Wirkeintritt 1–8 Optimale Medikation 8 Gute Verträglichkeit 5–8 Sichere, einfache Handhabung 5,8 1 Überall MA: DGS Praxisleitlinie Tumorbedingte Durchbruchschmerzen V: 2.0 2013. 2 Zeppetella G et al. J Pain Symptom Manage. 2014; 47(4):772–785. 3 Vissers D et al. Curr Med Res Opin. 2010;26(5):1037– 1045. 4 Corli O, Roberto A. Minerva Anesthesiol 2014; 80:1123–34. 5 Überall MA, Maier BO, Nolte T Anesthesiol. 2014 ; 1(1):016–027. 6 Kress HG et al. Clin Ther. 2009; 31(6):1177–1191. 7 Kongsgaard UE, Eeg M, Greisen H Support Care Cancer. 2014; 22:1655–1662. 8 Mercadante S et al. Curr Med Res Opin. 2009; 25(11): 2805–2815. 11

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