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CONNEXI 2016-02 Schmerz

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  • Schmerzkongress
  • Schmerzmedizin
Retrospektive des Deutschen Schmerzkongress 2015

Multimodale

Multimodale Schmerztherapie Conferences medikamentösen Neueinstellung mit Überwachungsnotwendigkeit), •• erforderliche komplexe Diagnostik zur Erstellung eines langfristigen Behandlungsplanes. Für die 2. Beurteilungsebene zu den OPS-Kriterien gilt, dass drei aus fünf genannten Patientenkriterien erfüllt sein müssen, sowie die Planung und Durchführung den Vorgaben entspricht (Abbildung 1). Insbesondere ist zum Punkt „psychische Begleiterkrankung“ auszuführen, dass hier die F45.41 (chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren) nicht angeführt werden kann, sondern dass es sich um eine davon unabhängige psychische Erkrankung wie Depression oder Angststörung mit Relevanz für das Schmerzgeschehen handeln muss. Die sogenannte „gravierende somatische Begleiterkrankung“ wird einerseits definiert als eine Erkrankung, die eine Überwachung mit den besonderen Mitteln des Krankenhauses (u. a. ständige Arztpräsenz und Interventionsbereitschaft) während der multimodalen Schmerztherapie erfordert und tatsächlich Maßnahmen erfordert. So wäre beispielsweise eine Hypertonie bei normotensiven Messwerten und unveränderter Fortführung der antihypertensiven Medikation nicht ausreichend. Andererseits ist die multimodale vollstationäre Therapie aber auch möglich bei Erkrankungen, die eine intensive ambulante Schmerztherapie verhindern, etwa ein fortgeschrittenes Mobilitätsdefizit, notwendiger Hilfsmitteleinsatz oder auch schwerwiegende neurologische Defizite. Beim Vorliegen von Hirnabbauprozessen ist zu beachten, dass eine stark eingeschränkte Kognition gegen eine multimodale Schmerztherapie spricht, wenn nicht dargelegt werden kann, wie trotz der Demenz durch die Schmerztherapie eine Verbesserung der Lebensqualität – etwa durch verbesserte Mobilität unter Begleitung – erreicht werden kann. Nach der OPS-Ziffer müssen mindestens drei unterschiedliche aktiv übende Therapieverfahren durchgeführt werden, wobei die Art der Verfahren nicht zwingend vorgegeben ist. Passive Verfahren wie physikalische Therapie oder Hydrojet sind nicht als Therapieeinheiten zu berücksichtigen. Die geforderte Mindestdauer der Therapieeinheit soll durchschnittlich 30 Minuten betragen, dies bedeutet jedoch nicht, dass etwa eine 90-minütige Therapie als drei Einheiten gezählt werden kann. Ein Tag ohne Visite oder Teambesprechung ist kein Behandlungstag und wird bei der Berechnung der Behandlungstage für den OPS 8-918 nicht herangezogen. Die Gruppengröße ist auf maximal acht Personen begrenzt. Fazit Grundsätzlich ist festzustellen, dass mit dem Begutachtungsleitfaden keine Rechtssicherheit geschaffen werden kann, da die Kriterien für die multimodale Schmerztherapie immer patientenindividuell beurteilt und überprüft werden müssen. Gleichwohl ist der Leitfaden eine gute und praktische Hilfe in der Diskussion des Schmerztherapeuten mit dem MDK-Kollegen. Es ist allen Ärzten, die eine multimodale Schmerztherapie aufbauen oder betreiben, dringend anzuraten, sich genau an die Vorgaben des OPS-Codes und die Kommentierung im Begutachtungsleitfaden zu halten – auch wenn es an einigen Punkten natürlich auch Kritik zu üben gilt. Andernfalls steht von Seiten des MDK und der Krankenkasse schnell der Vorwurf des Betrugs im Raum, und es drohen empfindliche Rückforderungen. Auch in sich daraus ergebenden Sozialgerichtsverfahren wird sich das Gericht immer an den Kriterien des OPS und ggf. des Begutachtungsleitfadens orientieren. Der Leitfaden kann beim BVSD als PDF angefordert werden. 14

DER SCHMERZ BLEIBT AUF DER STRECKE. TRANCOLONG ® . Bei akutem Rückenschmerz. DR. KADE Pharmazeutische Fabrik GmbH, Berlin. Trancolong®, Retardtabletten. Wirkstoff: Flupirtinmaleat. Verschreibungspflichtig. Zus.: 1 Retardtablette enth. 400 mg Flupirtinmaleat. Sonst. Bestandteile: Calciumhydrogenphosphat-Dihydrat, mikrokristalline Cellulose, Croscarmellose-Natrium, Eisen(III)-hydroxid-oxid · H₂O, Hypromellose, Magnesiumstearat (Ph. Eur.), Polyacrylat-Dispersion 30 %, hochdisperses Siliciumdioxid, Talkum. Anw.: Zur Behandlung akuter Schmerzen bei Erwachsenen. Trancolong® darf nur angewendet werden, wenn eine Behandlung mit anderen Schmerzmitteln (z. B. nichtsteroidale Antirheumatika od. schwache Opioide) kontraindiziert ist. Gegenanz.: Überempfindlichkeit gg. Flupirtinmaleat od. sonst. Bestandteile; Patienten mit dem Risiko einer hepatischen Enzephalopathie; Cholestase; Myasthenia gravis; vorbestehende Lebererkrankung; Alkoholabusus; gleichzeitige Anwendung mit anderen Leber schädigenden Arzneimitteln; Patienten mit kürzlich überwundenem oder aktiv bestehendem Tinnitus; Hypalbuminämie; Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren; Schwangerschaft; Stillzeit. Nebenw.: Allergische Reaktionen, in Einzelfällen mit erhöhter Körpertemperatur einhergehend; Appetitlosigkeit; Schlafstörungen; Depressionen; Unruhe/Nervosität; Verwirrtheit; Schwindel; Tremor; Kopfschmerzen; Sehstörungen; Mundtrockenheit; Sodbrennen; Übelkeit/Erbrechen; Magenbeschwerden; Verstopfung; Bauchschmerzen; Blähungen; Durchfall; Erhöhung der Transaminasen; Hepatitis; Leberversagen; Schweißausbrüche; Ausschlag; Nesselsucht; Juckreiz; Müdigkeit (insbesondere zu Therapiebeginn). Weit. Hinw. s. Fach- und Gebrauchsinfo. Stand: 10/2013.

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