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CONNEXI 2017-09 Schmerz

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BEWÄLTIGUNG CHRONISCHER

BEWÄLTIGUNG CHRONISCHER SCHMERZEN „Die Schönheit der meditativen Arbeit liegt darin, dass wir auf die Praxis selbst vertrauen können, um uns aus dem Schlamassel zu führen. Sie hält uns auf dem Pfad, selbst in den dunkelsten Momenten; sie stellt sich selbst unseren fürchterlichsten Geisteszuständen und äußerlichen Bedingungen. Sie erinnert uns an unsere Möglichkeiten“ Jon Kabat-Zinn CONFERENCES Therapiekonzepte. Die sogenannte dritte Welle der Verhaltenstherapie kennt u. a. die Achtsamkeitsbasierte Psychotherapie, Achtsamkeitsaspekte sind Teil der Schematherapie und störungsspezifischer Angebote, z. B. CBASP (Cognitive Behavioural Analyzed System of Psychotherapy). Achtsamkeit in der Schmerztherapie In der Schmerztherapie haben sich Verfahren wie MBSR unter anderem im schulmedizinischen Umfeld inzwischen gut durchsetzen können. Nach Kabat-Zinn besteht Schmerz aus physischen, seelisch/geistigen und kognitiven Anteilen, von denen der physische Anteil am schlechtesten zu beeinflussen sei, wir hingegen mit Hilfe des Achtsamkeitstrainings lernen können, seelische und kognitive Faktoren zu erfassen und mit ihnen umzugehen, um dadurch den eigenen Leidensdruck des „körperlichen Schmerzes“ zu vermindern. Es gibt zahlreiche interessante Studien (siehe unten) zur Wirksamkeit des Achtsamkeitstrainings vor allem bei funktionellen Schmerzsyndromen wie chronischen Rückenschmerzen, dem Fibromyalgiesyndrom, bei Migräne und Kopfschmerzen vom Spannungstyp, aber auch zu Krebserkrankungen und zur Polyneuropathie liegen valide Daten vor. Dabei kommt es neben dem „Training“ vor allem auf den achtsamen Umgang mit Phänomenen und Erscheinungen im Alltag an. Weitere Informationen können auch einschlägigen Weblinks unter dem Kürzel „MBSR“ entnommen werden. Achtsamkeit als Praxis Ein Achtsamkeitstraining nach Kabat-Zinn besteht aus einem Acht-Wochen-Kurs, der in Form von abendlichen Zwei- bis Drei-Stunden-Übungen einmal wöchentlich sowie einem ganztägigen Achtsamkeitstag abgehalten wird. Angeboten werden darüber hinaus Jahrestrainings und Blockseminare. Ein Achtsamkeitskurs hat drei inhaltliche Schwerpunkte: 1. Den sogenannten Bodyscan, eine angeleitete Körpermeditation. 2. Verschiedene Übungen zur achtsamen Körperarbeit, die der Tradition des Hatha-Yoga entlehnt sind. Auch QiGong oder TaiQi eignen sich gut. 3. Die dritte Praxis, welche sich an Zen-Übungen und der hinduistisch-buddhistischen Vipassana-Tradition orientiert. Hierbei handelt es sich um eine Sitzmeditation, die bei Bedarf im Wechsel mit Geh- und Stehmeditationen durchgeführt werden kann. Weblinks • www.mbsr-deutschland.de • www.institut-fuer-achtsamkeit.de • www.umassmed.edu/cfm/mbsr/ • www.mbsr-freiburg.de • www.mbsr-schleswig.de • www.mbsr-verband.org • www.breathworks.uk • www.achtsamkeitsinstitut-ruhr.de Buchtipps zum Einlesen • Kabat-Zinn J. Gesund durch Meditation. Fischer Verlag, Frankfurt am Main, 2006. • Kabat-Zinn J. Im Alltag Ruhe finden. Herder Verlag, Freiburg, 1998. • Santorelli S. Zerbrochen und doch ganz – die heilende Kraft der Achtsamkeit, Arbor Verlag, Freiamt/Schwarzwald, 2006. • Burch V. Gut leben trotz Schmerz und Krankheit, Goldmann/ Arkana, 2009. • Ott U. Meditation für Skeptiker. Barth, 2010. • Malinowski P. Flourishing – welches Glück hätten Sie gern? Irisana Verlag, 2010. • Esch T. Die Neurobiologie des Glücks. Thieme Verlag, 2013. 28

THE STORY DACHZEILE BEHIND® I Feel for Titel You Michael Kaplan, Edinburgh Autor Habe ich Dir schon einmal erzählt, wie ich zu dieser Narbe gekommen bin? … Also, ich war dabei Brot zu schneiden; das Messer war sehr scharf, aber irgendwie hielt ich es falsch – und als ich es nach unten drückte, rutschte ich plötzlich ab. … Jetzt, denkst Du womöglich „Oh nein, stopp, bitte erzähl nicht weiter!“ Als Menschen besitzen wir die angeborene Fähigkeit, Schmerzen eines anderen mitzuempfinden, deswegen verziehen wir das Gesicht bei grausigen Geschichten, erschauern bei Horrorfilmen oder weinen in der Oper, wenn die Liebesbeziehungen der Protagonisten zum Scheitern verurteilt sind. Dieser Drang mitzufühlen, scheint, zumindest bei Primaten, mit den Spiegelneuronen im Gehirn in Zusammenhang zu stehen, die auch eine wichtige Rolle bei der Antizipation von Handlungen, bei der Abschätzung von Intentionen oder bei der Selbstwahrnehmung spielen. Aber nicht nur wir Menschen fühlen die Schmerzen anderer mit. Auch Hunde sind bekannt dafür, dass sie besonders empfänglich sind für das Leid oder Erkrankungen ihrer menschlichen Weggefährten; ein eigentümliches Gebaren für ein fleischfressendes Raubtier. Dieses hypersoziale Verhalten der domestizierten Hunde, das bei Wölfen so nicht existiert, ist, wie kürzlich gezeigt werden konnte, mit einer genetischen Veränderung assoziiert, die dem Gendefekt entspricht, die Menschen mit Williams-Syndrom in sich tragen, eine seltene Entwicklungsstörung, zu deren symptomatischer Ausprägung eine extreme Form von Freundlichkeit und emotionale Sensitivität der Betroffenen zählen. Selbst Mäuse empfinden Schmerzen, deren physischer Ursprung nicht in ihrem eigenen Körper zu finden ist. Eine aktuelle Studie der Oregon Science and Health University konnte zeigen, dass Mäuse, die in dem gleichen Raum gehalten wurden mit Mäusen, die einen Alkoholentzug durchlebten, eine gesteigerte Reaktion auf Schmerzreize aufwiesen und zwar in nahezu demselben Ausmaß wie die vom Entzug betroffenen Mäuse. Welcher Mechanismus steckt hinter diesem Phänomen? Funktioniert es: a. visuell, b. akustisch, c. weder noch? Senden Sie uns Ihre Antwort über unsere Website Unter den richtigen Einsendungen verlosen wir ein connexi-Abonnement 2018. EDUCATION 29

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