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CONNEXI 2018-7 SCHMERZ

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INNOVATIVE THERAPIE

INNOVATIVE THERAPIE NEUROPATHISCHER SCHMERZEN Initiales Patientenfeedback Zu Beginn 2018 konnte bei der Patientin eine erhebliche Schmerzlinderung festgestellt werden. Im weiteren Verlauf konnten die Tagesdosen an Analgetika und Antikonvulsiva reduziert werden. Die Feineinstellung der Stimulation wurde dem Bedarf der Patientin angepasst, insbesondere unter dem Aspekt, einer Belastungszunahme gerecht zu werden, welche im Rahmen einer Umschulungsmaßnahme aufgetreten war. Zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses im Juni 2018 zeigt sich insgesamt eine sehr stabile Gesamtsituation mit anhaltender, deutlicher Schmerzreduktion. Dabei berichtete die Patientin von einer Schmerzreduktion von VAS (visuelle Analogskala)-Score 9 auf VAS-Score 2. Die medikamentöse Schmerztherapie konnte zwischenzeitlich vollständig abgesetzt werden. Weiterhin berichtete die Patientin von einer Zunahme der Beweglichkeit und Belastbarkeit, sodass eine neue Ausbildung begonnen werden konnte. Inzwischen kann die Patientin nachts wieder durchschlafen. Zusammenfassung Das neuartige minimalinvasive PNS-Verfahren konnte erfolgreich am Nervus suprascapularis links eingesetzt werden. Die extrakorporale Neurostimulation ermöglicht uns perspektivisch Markus Geuting markus.geuting@klinik-loewenstein.de chronisch-neuropathische Schmerzen an verschiedenen peripheren Nerven zu behandeln, wenn die konservative Schmerztherapie nicht ausreichend wirksam ist, nichtinvasive Verfahren ausgeschöpft sind oder sich im Rahmen der medikamentösen Schmerztherapie Nebenwirkungen unter der Therapie einstellen. Referenzen 1. Binder A, Baron R. The pharmacological therapy of chronic neuropathic pain. Dtsch Arztebl Int 2016; 113: 616–26. 2. Kugler M. Neuromodulation in der Schmerztherapie. Georg Thieme Verlag, 2014: 33. CONFERENCES Welche Antwort ist richtig? Realistische Therapieziele unter Neuromodulation bei chronischen neuropathischen Schmerzen sind … 1. eine Schmerzreduktion um ca. 20 %. 2. ein Wiedererlangen und Erhalten der Arbeitsfähigkeit. 3. eine langfristige und 100%ige Verbesserung der Beweglichkeit. 4. eine kurzfristige Verbesserung der Beschwerden in Verbindung mit physikalischen Maßnahmen. Die Lösung finden Sie auf Seite 46. 10

FEHLGEBRAUCH UND ABHÄNGIGKEIT VON OPIOIDEN BEI SCHMERZPATIENTEN Substitutionstherapie auch in der ambulanten Praxis möglich Die Abhängigkeit von verschriebenen Opioiden stellt auch in Deutschland ein immer größeres Problem dar. Betroffene Schmerzpatienten, bei denen der Opioidgebrauch aus dem Ruder läuft, brauchen keine moralische Empörung, sondern spezielle Therapieangebote, betonten Experten auf einem Symposium während des Deutschen Schmerz- und Palliativ-Tages 2018 in Frankfurt am Main. Eine Substitutionsbehandlung mit Buprenorphin/Naloxon kann in vielen Fällen eine Möglichkeit sein, das Problem wieder in den Griff zu bekommen. Die Zahlen aus den USA sind alarmierend: Etwa 60.000 Drogentote gab es im Jahr 2016 – davon waren etwa ein Viertel auf verschriebene „legale“ Opioide zurückzuführen, berichtete Oliver Emrich aus Ludwigshafen/Rhein. Ganz so schlimm ist die Situation in Europa und Deutschland nicht. Im europäischen Drogenbericht 2017 wird aber über einen zunehmenden missbräuchlichen Konsum legaler synthetischer Opioide berichtet und in 17 europäischen Ländern wiesen mehr als 10 % der Patienten, die eine spezielle Drogentherapie antreten, primär ein Problem mit anderen Opioiden als Heroin. Neue Praxisleitlinie Substitutionsbehandlung Jeder Schmerztherapeut wird aber wahrscheinlich Patienten mit Opioid-Fehlgebrauch oder -Abhängigkeit kennen, die in keiner Drogenstatistik a auftauchen, sagte Dr. Emrich. Auch wenn es keine belastbaren Daten gibt, muss man davon ausgehen, dass etwa 3 % der Patienten unter einer Langzeitverordnung von Opioiden zur Schmerztherapie einen „ungünstigen Verlauf“ mit Fehlgebrauch, Abhängigkeit und Suchtverhalten entwickeln. Um diesen abhängig gewordenen Schmerzpatienten gezielt helfen zu können, wurde von der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie (DGS) eine Praxisleitlinie zur Substitutionsbehandlung entwickelt [1]. Toleranz von psychischer Abhängigkeit unterscheiden Unterschieden werden muss bei Opioidgebrauch zwischen Toleranz als zunächst nur physischem Phänomen und der psychischen Abhängigkeit, erklärte der Schmerztherapeut. Bei der Toleranz- b Abbildung 1: Buprenorphin – unterschiedliche Wirkung an den Opioidrezeptoren: Opioidvollagonist: relativ geringe Rezeptorabdeckung [5, 6] (a), Opioidpartialagonist: bis zu 95 % Rezeptorbelegung durch Buprenorphin [7] (b). Ab 16 mg sind fast alle Opioidrezeptoren belegt [7]. 11

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