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CONNEXI 10-2016 Aids Hepatitis

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Für die Behandlung von HIV DOLUTEGRAVIR-BASIERTE REGIME * Starker Start. Starke Basis. Für Ihre Patienten. dolutegravir/abacavir/ lamivudin Einfach: Das onepill-Regime mit Dolutegravir Flexibel: Für maßgeschneiderte Therapie-Regime * DTG + Nukleosidanaloga gemäß der DAIG- und EACS Leitlinien www.dolutegravir.com Für eine vollständige Auflistung der Kontraindikationen, Warnhinweise und Neben wirkungen siehe die jeweilige Fachinformation. Tivicay ® 50 mg Filmtabletten; Triumeq ® 50 mg/600 mg/300 mg Filmtabletten Wirkstoffe: Tivicay Dolutegravir; Triumeq Dolutegravir/ Abacavir/ Lamivudin, Zusammensetzung: Jede Filmtablette Tivicay enthält Dolutegravir-Natrium, entsprechend 50 mg Dolutegravir; Jede Filmtablette Triumeq enthält 50 mg Dolutegravir (als Natrium-Salz), 600 mg Abacavir (als Sulfat) und 300 mg Lamivudin. Sonstige Bestandteile: Tivicay: Mannitol (E421), mirokristalline Cellulose, Povidon K29/32, Poly(O-carboxymethyl)stärke-Natriumsalz, Natriumstearylfumarat, Poly(vinylalkohol), Titandioxid (E171), Macrogol, Talkum und Eisen(III)-hydroxid-oxid (E172), Triumeq: Mannitol (E421), mikrokristalline Cellulose, Povidon K29/32, Poly(O-carboxymethyl)stärke-Natriumsalz, Magnesiumstearat, Opadry II Violett 85F90057 (enthält Poly(vinylalkohol), Titandioxid, Macrogol, Talkum, Eisen(II,III)-oxid, Eisen(III)-oxid). Anwendungsgebiete: Tivicay in Kombination mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln zur Behandlung von Infektionen mit dem humanen Immundefizienz-Virus (HIV) bei Erwachsenen und bei Jugendlichen im Alter von über 12 Jahren. Triumeq zur Behandlung von HIV-Infektionen bei Erwachsenen und Jugendlichen über 12 Jahren, die mindestens 40 kg wiegen. Vor Beginn der Behandlung mit Abacavir-haltigen Arzneimitteln sollte jeder HIV-infizierte Patient auf das Vorhandensein des HLA-B*5701-Allels hin untersucht werden. Patienten, bei denen bekannt ist, dass sie das HLA-B*5701-Allel tragen, sollten Abacavir nicht anwenden. Gegenanzeigen: Tivicay und Triumeq: Überempfindlichkeit gegen einen der Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile. Einnahme von Dofetilid. Nebenwirkungen: Tivicay: Sehr häufig: Kopfschmerzen, Durchfall, Übelkeit. Häufig: Hautausschlag, Juckreiz, Erbrechen, Magenschmerzen (Bauchschmerzen), Magenbeschwerden (Beschwerden im Bauchraum), Schlafstörungen, Schwindel, Anormale Träume, Depression, Erschöpfung, Blähungen, Anstieg der Leberenzymwerte im Blut, Anstieg der Kreatin-Phosphokinase. Gelegentlich: Allergische Reaktionen, Hepatitis, Suizidgedanken oder suizidales Verhalten (insbesondere bei Patienten, die zuvor eine Depression oder psychische Erkrankung hatten); Triumeq: Sehr häufig: Kopfschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Schlafstörungen, Fatigue. Häufig: Überempfindlichkeitsreaktion, Appetitlosigkeit, Hautausschlag, Juckreiz, Erbrechen, Magenschmerzen (Bauchschmerzen), Magenbeschwerden (Beschwerden im Bauchraum), Verdauungsstörungen, Blähungen, Schwindel, Anormale Träume, Albträume, Depression, Müdigkeit, Fieber, Husten, Gereizte und laufende Nase, Haarausfall, Muskelschmerzen und – beschwerden, Gelenkschmerzen, Schwächegefühl, Allgemeines Unwohlsein, Anstieg der Leberenzymwerte, Anstieg der Kreatinin-Phosphokinase. Gelegentlich: Leberentzündung, Thrombozytopenie, Anämie, Neutropenie, Hyperglykämie, Hyperlipidämie, Suizidgedanke oder Suizidversuch (insbesondere bei Patienten mit vorbestehender Depression oder psychischer Erkrankung). Selten: Pankreatitis, Rhabdomyolyse, Anstieg der Amylase. Sehr selten: Taubheit, kribbelndes Gefühl an der Haut, Schwächegefühl in den Gliedmaßen, Erythema multiforme, Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse, Laktatazidose, aplastische Anämie. Weitere Nebenwirkungen: Tivicay und Triumeq: klinisch nicht relevante Erhöhung der Serum-Kreatininwerte innerhalb der ersten Behandlungswoche, die über 48 Wochen stabil blieben. Mögliche Nebenwirkungen einer antiretroviralen Kombinationstherapie: Immun- Rekonstitutions -Syndrom, Osteonekrose, opportunistische Infektionen. Warnhinweis Triumeq: Patientenpass: „ACHTUNG! Bei Verdacht auf eine Überempfindlichkeitsreaktion wenden Sie sich SOFORT an Ihren Arzt. Entnehmen Sie die beiliegende Warnhinweiskarte, diese enthält wichtige Sicherheitsinformationen.“ Verschreibungspflichtig. Stand: Tivicay ® September 2015, Triumeq ® Februar 2016. ViiV Healthcare GmbH, 80700 München. www.viivhealthcare.com Weitere Informationen über Tivicay: Dosierung und Art der Anwendung: 50 mg einmal täglich bei Erwachsenen und Jugendlichen ohne Integrase-Inhibitor-Resistenz und mindestens 40 kg Körpergewicht. In Kombination mit Enzym-induzierenden Mitteln, Etravirin (ohne geboosterte Protease-Inhibitoren), Tipranavir/Ritonavir, Rifampicin, Johanniskraut, Efavirenz, Nevirapin oder bestimmten Antiepileptika 50 mg zweimal täglich. 50 mg zweimal täglich bei Erwachsenen mit Integrase-Inhibitor-Resistenz (dokumentiert oder klinisch vermutet) und mindestens 40 kg Körpergewicht, bevorzugt mit einer Mahlzeit. Bei Patienten mit Integrase-Inhibitor-resistenten Viren und eingeschränkten Behandlungsoptionen aufgrund fortgeschrittener Mehrklassen-Resistenz könnte die Wirksamkeit durch zweimal täglich 100 mg erhöht werden (hohe Dosis nicht in Kombination mit Atazanavir). Dosisanpassungen bei Komedikation siehe Fachinformation. Weitere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen laut Fachinformation: Anpassung der Metformin-Dosis bei Beginn und Beendigung der gleichzeitigen Anwendung bzw. eine Reduktion der Metformin-Dosis unbedingt bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion erwägen; Vorsicht bei schwerer Leberfunktionsstörung (Child-Pugh-Grad C). Bei Integrase-Inhibitor-Resistenz: gleichzeitige Anwendung von Arzneimitteln, die die Dolutegravir-Exposition reduzieren sollte vermieden werden (z. B. magnesium- oder aluminiumhaltige Antazida, eisen- und calciumhaltige Ergänzungsmittel, Multivitaminpräparate und Enzym-induzierende Mittel). Weitere Informationen siehe Fachinformation. Weitere Informationen über Triumeq: Dosierung und Art der Anwendung: Eine Tablette einmal täglich bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren, die mindestens 40 kg wiegen; kann mit oder ohne eine Mahlzeit eingenommen werden. Triumeq ist eine fixe Kombination und darf nicht für Patienten verschrieben werden, die eine Dosisanpassung eines der Bestandteile benötigen. Monopräparate mit Dolutegravir, Abacavir und Lamivudin stehen zur Verfügung. Weitere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen laut Fachinformation: Vorsicht bei gleichzeitiger Anwendung von Abacavir mit Ribavirin, bei Patienten mit mäßiger oder schwerer Lebererkrankung (inkl. HBV und HCV). Gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen: Lamivudin, Emtricitabin und Cladribin sowie Arzneimittel, die die Dolutegravir-Exposition reduzieren. Anpassung der Metformin-Dosis bei Beginn und Beendigung der gleichzeitigen Anwendung bzw. eine Reduktion der Metformin-Dosis unbedingt bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion erwägen. Eine kausale Beziehung zwischen der Behandlung mit Abacavir und dem Risiko für einen Myokardinfarkt kann derzeit weder bestätigt noch widerlegt werden. Gewichtszunahme und ein Anstieg der Blutlipid- und Blutglukosewerte können auftreten. Hypersensitivitätsreaktion: Sowohl Abacavir als auch Dolutegravir sind mit dem Risiko einer Überempfindlichkeitsreaktion assoziiert. Es ist keine klinische Differenzierung der verursachenden Substanz möglich. Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen wurden häufiger mit Abacavir beobachtet, assoziiert mit positivem Test auf HLA- B*5701-Allel; auch ohne HLA-B*5701 ist eine Reaktion möglich; vor Beginn der Behandlung mit Abacavir sollte auf HLA-B*5701 getestet werden; HLA-B*5701 Träger sollten Triumeq nicht anwenden. Bei vermuteter Überempfindlichkeitsreaktion muss Triumeq sofort abgesetzt werden und darf (ebenso wie andere Arzneimittel, die Abacavir oder Dolutegravir enthalten) nie wieder eingenommen werden. Weitere Informationen siehe Fachinformation. Diese Arzneimittel unterliegen einer zusätzlichen Überwachung. Dies ermöglicht eine schnelle Identifizierung neuer Erkenntnisse über die Sicherheit. Angehörige von Gesundheitsberufen sind aufgefordert, jeden Verdachtsfall einer Nebenwirkung dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www. bfarm.de zu melden. DE/DGR/0005/15(1)a 03.2016

Editorial Verehrte Leserinnen und Leser, in diesem Jahr war es bereits der 26. dagnä- Workshop, zu dem die Deutsche Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der Versorgung HIV-Infizierter e. V. vom 8. bis 10. September HIV- Schwerpunktärzte und ambulant tätige Infektiologen nach Köln eingeladen hatte. Einige derer, die heute im Auditorium sitzen − inzwischen mit ergrautem oder gelichtetem Haarschopf − waren schon dabei, als die dagnä 1990 gegründet wurde. Dazu passt die Statistik: Im Jahr 2013 waren 51 % der HIV-Behandler(innen) zwischen 50 und 70 Jahren alt, nur 3 % waren im Alter von 31−40 Jahren. In naher Zukunft müsste also die Hälfte aller Behandler durch jüngere Kolleginnen und Kollegen abgelöst werden. Die Nachfrage hält sich allerdings in Grenzen, stellte Georg Behrens fest, denn Karrierewege werden heute eher in klassischen Disziplinen gesucht, die HIV-Behandlung mehr als „add on“ in Erwägung gezogen. Das sei bedenklich, da sich die Rahmenbedingungen zwar erheblich verändert haben, Infektiologen jedoch mit der immer älter werdenden Patientenklientel vor nicht weniger und ganz neuen Herausforderungen stehen werden (Seite 26). Während es in fast allen europäischen Ländern den Facharzt für klinische Infektiologie oder den Facharzt für Innere Medizin und Infektiologie gibt, ist in Deutschland die Infektiologie als klinisches (Querschnitts-) Fach noch immer zu wenig etabliert. Diese Problematik wurde auch im Rahmen des Kongresses für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin (KIT) 2016 diskutiert, von dem wir Ihnen auch einige Beiträge zur HIV-Infektion in dieser Ausgabe präsentieren (ab Seite 35). Leider gebe es keine überzeugenden Konzepte für die Nachwuchsarbeit im Bereich Infektiologie, und deshalb sei es notwendig das Berufsbild des Infektiologen in der Ausbildung zu stärken, um Nachwuchssorgen vorzubeugen und die Versorgung hochkomplexer Erkrankungen, wie HIV/ Aids, aber auch der Virushepatitiden und anderer, zu gewährleisten, so der Tenor der Infektiologie- Experten beider Kongresse. Für die dagnä als die Stimme niedergelassener HIV-Therapeuten und ihrer Patienten bei der Interessenvertretung gegenüber der Politik und ärztlicher Selbstverwaltung und mit ihrem Engagement bei der Organisation von Fortbildungsaktivitäten für Ärzte wird die Nachwuchsförderung in Zukunft ein wichtiges Betätigungsfeld sein. Berlin, Dezember 2016 Herzlichst Anja Lamprecht Verlegerin Anja Lamprecht anja.lamprecht@thepaideiagroup.com 3

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