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CONNEXI 2014-05 Hämatologie Onkologie

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Biomarker RAS erlaubt

Biomarker RAS erlaubt eine präzisere Auswahl von Patienten für die Cetuximab-Therapie Education Studienendpunkt — wurde jedoch verfehlt“, berichtete Prof. Dr. Volker Heinemann, München [7]. Die finale Analyse der Studie konnte nun für Patienten mit RAS-Wildtyp unter der Cetuximabbasierten Therapie einen Überlebensvorteil von 8,1 Monaten gegenüber der Bevacizumab-basierten Therapie nachweisen (33,1 versus 25,0 Monate; p=0,0059; Hazard Ratio 0,697; 95 %-Konfidenzintervall 0,54–0,90; Abb. 1) [9]. „Der bereits zuvor demonstrierte Überlebensvorteil [7, 8] blieb somit langfristig erhalten, auch wenn der primäre Endpunkt negativ blieb“, so Heinemann. Unabhängige radiologische Untersuchung Als mögliche Erklärung dafür, dass der primäre Endpunkt der FIRE-3-Studie zwar nicht erreicht wurde, für den sekundären Endpunkt OS jedoch ein signifikanter Vorteil aufgezeigt werden konnte, führte Heinemann die nachweislich größere Reduktion der Tumorlast unter der Anti-EGFR-Therapie an, die in einer radiologischen Analyse von unabhängigen Untersuchern zentralisiert und verblindet anhand von Parametern wie der Tiefe der Remission und der frühen Tumorschrumpfung bestimmt worden war. In dieser charakterisierten Population konnten signifikante Unterschiede in der ORR (p=0,003), der Tiefe der Remission p

Kopf-Hals-Tumoren Standard in der Erstlinie: Cetuximab Kombinations- und Erhaltungstherapie Aktuelle Studiendaten, die im Rahmen der gemeinsamen Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Onkologie (DGHO, OeGHO, SGMO und SGH) 2014 in Hamburg vorgestellt wurden, bestätigen den anti-EGFR (Epidermal Growth Factor Receptor)- Antikörper Cetuximab (Erbitux®) eindeutig als etablierten Standard in der Erstlinientherapie bei Patienten mit Kopf-Hals-Tumoren [1]. Unter dem Oberbegriff Kopf-Hals-Tumoren werden unterschiedliche maligne Erkrankungen der Mundhöhle, des Nasen-/Rachenraums und des Kehlkopfs zusammengefasst. In über 90 % der Fälle handelt es sich um Plattenepithelkarzinome (SCCHN, Squamous Cell Carcinoma of the Head and Neck), die aus der Schleimhaut dieser Gewebe hervorgehen. Zu den wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung von Kopf-Hals-Tumoren zählen das möglich ist. Und bei etwa 10 % der Patienten ist der Tumor sogar schon bei der Erstdiagnose metastasiert“, informierte Prof. Dr. Georg Maschmeyer vom Klinikum Ernst von Bergmann, Potsdam [5]. Dementsprechend schlecht sei die Prognose der Betroffenen: „Patienten mit rezidivierten/metastasierten SCCHN überleben im Median nur noch etwa sechs bis neun Monate“, so der Hämato- Onkologe. Vereinbarkeit von Effektivität und Lebensqualität ist möglich. Tabakrauchen sowie ein häufiger Alkoholgenuss[2]. Durch den gemeinsamen Konsum von Alkohol und Tabak steigt das Erkrankungsrisiko noch deutlich weiter an [3]. Darüber hinaus gibt es Daten, die auf eine kausale Verbindung zwischen Infektionen mit humanen Papillomaviren (HPV) und SCCHN hinweisen [4]. Verlängerung des Gesamtüberlebens und Erhalt der Lebensqualität Die Behandlung von Kopf-Hals-Tumoren birgt trotz der Therapiefortschritte, die in den letzten Jahren gemacht wurden, nach wie vor Schwierigkeiten. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass sich bei der Erstdiagnose nur noch maximal ein Viertel der Tumoren in einem lokalen, gut zu handhabenden Stadium befindet. „Der mit bis zu 75 % größte Teil der Tumoren ist lokal fortgeschritten, sodass eine R0-Resektion nicht mehr ohne weiteres Angesichts der geringen Lebenserwartung komme dem Erhalt der Lebensqualität bei sämtlichen Therapieentscheidungen eine wesentliche Rolle zu, betonte Dr. Maren Knödler, Oberärztin und Leiterin der Portalambulanz am Universitären Krebszentrum Leipzig. Es sei daher entscheidend, dass eine Therapie nicht nur zu einer Verlängerung des Gesamtüberlebens (OS) und des progressionsfreien Überlebens (PFS) beitrage, sondern dass sie auch die Ansprechrate erhöhe, eine gute Symptomkontrolle ermögliche und gleichzeitig wenig toxisch sei. „Je besser beispielsweise der Tumor auf die Behandlung anspricht, desto länger wird das PFS, und desto geringer sind die Schmerzen, unter denen der Patient leidet“, erläuterte Knödler. Therapiestandard in der Erstlinie Für Patienten mit rezidivierten und/oder metastasierten SCCHN in gutem Allgemeinzustand ist Education 49

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