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CONNEXI 2014-05 Hämatologie Onkologie

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Prof. Dr. med. Norbert

Prof. Dr. med. Norbert Schmitz Chefarzt der Abteilung Hämatologie, Onkologie und Stammzelltransplantation der Asklepios Klinik St. Georg, Hamburg, Kongressvizepräsident. Conferences „Die deutschen Lymphomstudiengruppen haben im letzten Jahrzehnt mit Hilfe großer multizentrischer Studien weltweit Standards in der Behandlung von Patienten mit verschiedenen Lymphomerkrankungen gesetzt.“ Professor Norbert Schmitz und deren molekularer Basis bei malignen Lymphomen. „In den letzten Jahren hat sich die Prognose bei nahezu allen Lymphomen verbessert, da in klinischen Studien stetig neue Therapiekonzepte erprobt werden”, erläutert Kongressvizepräsident Prof. Dr. Norbert Schmitz. Dabei steigert eine Kombination von herkömmlicher Chemotherapie und monoklonalen Antikörpern die Heilungsraten von Patienten mit Lymphknotenkrebs erheblich. „Die deutschen Lymphomstudiengruppen haben im letzten Jahrzehnt mit Hilfe großer multizentrischer Studien weltweit Standards in der Behandlung von Patienten mit verschiedenen Lymphomerkrankungen gesetzt. Leider haben sich die Rahmenbedingungen für nicht von Pharmafirmen initiierte klinische Studien so verändert, dass es fraglich erscheint, ob diese erfolgreiche Arbeit in Zukunft fortgesetzt werden kann“, so Schmidt weiter. Die Preisträger 2014 Auch in diesem Jahr wurden hervorragende Wissenschaftsleistungen mit Preisen gewürdigt. Der Wissenschaftler Priv.-Doz. Dr. Dimitrios Mougiakakos aus der Abteilung für Hämatologie und Internistische Onkologie des Universitätsklinikums Erlangener erhielt den mit 7.500 Euro dotierten Vincenz-Cerny-Preis für herausragende Forschung im Bereich der Onkologie für seine Arbeit zum Energiestoffwechsel von CLL-Zellen. Seine Forschung zum Metabolismus der Mitochondrien und der Rolle von oxidativem Stress könnte Grundlage für neue Therapieansätze für die Behandlung der Patienten mit chronisch lymphatischer Leukämie sein. Der mit 7.500 Euro dotierte Artur-Pappenheim- Preis der DGHO für herausragende Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Hämatologie wurde an Prof. Dr. Robert Zeiser vergeben, der am Universitätsklinikum Freiburg seit 2013 die Professur für Tumorimmunologie und Immunregulation innehat. Ausgezeichnet wurde er für seine Forschungen zu den Mechanismen von Graft-versus-Host-Reaktionen nach hämatopoetischer Stammzelltransplantation. Hier konnte er den wichtigen Einfluss von neutrophilen Granulozyten und deren Aktivierung durch Adenosintriphosphat zeigen. Für seine Arbeit über die Expression des Transportproteins MDR1 bei der chronisch myeloischen Leukämie und der Bedeutung für die Erfolgsaussichten einer Zweitlinien-Therapie mit dem Tyrosinkinase-Hemmer Nilotinib bei Resistenzen gegen Imatinib wurde Mridul Agrawal von der Klinik für Hämatologie/Onkologie am Universitätsklinikum Ulm der Doktoranden-Förderpreis der DGHO verliehen. Der Wilhelm-Türk-Preis der Österreichischen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie wurde an Dr. Thorsten Klampfl verliehen. Der junge Wissenschaftler, der zurzeit an der Universität Cambridge in Großbritannien arbeitet, konnte nachweisen, dass für einen Teil der myeloproliferativen Neoplasien – wie Polyzythämia vera, essentielle Thrombozythämie und primäre Myelofibrose – Mutationen im Calreticulin-Gen verantwortlich gemacht werden können, was mit einer deutlich besseren Prognose einhergeht als die bereits seit längerem bekannten Janus-Kinase-2 (JAK2)-Mutationen. Der Wolfgang-Denk-Preis ging an Priv.-Doz. Dr. Joanna Szkandera von der Medizinischen Universität Graz. In ihrer Arbeit konnte die Wissenschaftlerin erstmalig das 10

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