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CONNEXI 2015-01 Schmerz und Palliativmedizin

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Retrospektive vom Deutschen Schmerzkongress 2014

The Story Behind® Die

The Story Behind® Die Lösung Michael Kaplan, Edinburgh Fortsetzung von Seite 37: „Die Antwort ist: 1, die Geisterillusion oder John Peppers Phantom, im Englischen auch einfach Pepper’s Ghost genannt. Dies ist die traditionelle Technik, wie man auf der Bühne einen Geist erscheinen lassen kann: Mit Hilfe von Spiegeln wird das Bild einer Figur, die hinter den Kulissen steht, auf die Bühne projiziert und erscheint mitten zwischen den Schauspielern. Im Jahr 1996 verwendete Vilayur Ramachandran dieselbe Technik, um Patienten ein Bild ihrer „Geister-Gliedmaßen“ erscheinen zu lassen. Der „Phantom-Arm“ und der gesunde Arm wurden in einen Kasten gehalten, der in der Mitte mit einem Spiegel ausgestattet war. Dadurch konnten die Patienten zwei Arme sehen, offensichtlich beide am richtigen Platz. Wenn sie absichtlich versuchten, beide Arme synchron zu bewegen, ergab sich bei einigen Patienten tatsächlich das Gefühl, dass sie über den Phantom- Arm wieder eine motorische Kontrolle erlangt hatten. Wenn sie sahen, dass der reflektierte Arm berührt wurde, spürten sie eine Reaktion im Phantom-Arm. Patienten mit schmerzhaften Krämpfen im Phantom-Arm waren in der Lage, die „Phantom-Muskeln“ bewusst zu entspannen und die Schmerzen abzumildern. Welcher physiologische Mechanismus ist hier am Werk? Ramachandrans sonstige Forschungen beschäftigen sich auch mit den sogenannten „Spiegelneuronen“. Diese werden nicht nur dann aktiviert, wenn wir eine Bewegung ausführen, sondern auch wenn wir beobachten, wie andere Menschen diese Bewegung machen. Eine Theorie besagt: Wenn solche Spiegelneuronen durch Beobachtung aktiviert werden, ohne dass aus den fehlenden Gliedmaßen sensorische Rückmeldungen kommen, die diese Aktivierung wieder ausbalancieren können, dann produziert das Nervensystem in Kompensation entsprechende sensorische Empfindungen – vom einfachen „Spüren“ des fehlenden Arms oder Beins bis hin zum heftigen Phantomschmerz. Nutzt man John Peppers Phantom, um die Beobachtung des Patienten zu normalisieren, dann werden auch diese kompensatorischen Empfindungen reguliert. Die sogenannte Spiegeltherapie funktioniert nicht bei allen Patienten gleich gut, aber sie kann andere therapeutische Maßnahmen ergänzen. Auf jeden Fall ist diese Behandlungsmethode ein weiterer Beweis dafür, dass das gesamte Nervensystem bei der Schmerzempfindung beteiligt ist – bei dieser und bei anderen Schmerzarten. Education 38

ORBIS Digitale Schmerzdokumentation in allen Therapiephasen Agfa HealthCare gehört mit seinem Krankenhaus-Informationssystem (KIS) ORBIS zu den führenden Anbietern im deutschsprachigen Raum. Aktuell ist ORBIS in gut 850 Einrichtungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Einsatz. Insbesondere die fachspezifischen Dokumentationsbereiche bewirken eine höhere Effizienz durch die Integration in das KIS. Dadurch ist auch sichergestellt, dass zu jeder Zeit und an jedem Arbeitsplatz im Krankenhaus alle Informationen zur Behandlung eines Patienten zur Verfügung stehen. Bei einer Komplexbehandlung ist es also für die Ärzte und Therapeuten ganz einfach, die Therapieeinheiten und -informationen aus allen Behandlungsbereichen mit dem KIS zusammenzuführen. ORBIS AddOns für die Behandlung von Schmerzpatienten Für die Behandlung von Schmerzpatienten hat Agfa HealthCare eine Reihe spezieller Erweiterungen für ORBIS entwickelt, die sogenannten ORBIS AddOns. Mit dem AddOn Akutschmerztherapie kann bereits vor oder während der Dokumentation einer Operation das Verfahren zur postoperativen Akutschmerztherapie für einen Patienten festgelegt werden. Somit werden die regelmäßigen Visiten mit bereits durchgeführten Leistungen und den nächsten erforderlichen Tätigkeiten in einer Arbeitsliste/Visitenliste dargestellt. Die Dokumentation einer Katheteranlage, der Visite und auch der Schmerzentwicklung des Patienten wird durch das System ermöglicht. Ein weiteres AddOn, integriert in die klinische Falldokumentation in ORBIS, unterstützt die multimodale Schmerztherapie. Die Dokumentation der notwendigen Einschlusskriterien ist dabei ebenso gewährleistet wie die Erfassung der erforderlichen Assessments und Teambesprechungen. Eine Arbeitsliste verschafft einen schnellen Überblick über fehlende Testverfahren und Therapieeinheiten, der schmerztherapeutische Arbeitsplatz in der Patientenakte ermöglicht auch einen fallübergreifenden Überblick über alle vorliegenden Dokumente. Darüber hinaus ist die palliativmedizinische Dokumentation über ein spezielles AddOn vollständig in ORBIS integriert. Maßgeblicher Bestandteil ist neben der erforderlichen Assessments und spezifischen Verlaufsdokumente je Berufsgruppe die konsolidierte Durchführung der Teambesprechungen. Das Produkt ermöglicht den Export des palliativmedizinischen Kerndatensatzes. Die palliativmedizinische Behandlung wird gemäß den Kodierungsrichtlinien lückenlos und vollständig dokumentiert. Bei beiden Komplexcodeprodukten ist die Reduktion der MDK-Regresse durch eine vollumfängliche Dokumentation das wirtschaftliche Ziel des Produkteinsatzes. Ausblick Agfa HealthCare schreibt den Weg der umfassenden Integration konsequent fort. Im Rahmen des Deutschen Schmerzkongresses 2014 in Hamburg hat das Unternehmen eine Kooperation mit der Deutschen Schmerzgesellschaft besiegelt. Wesentlicher Inhalt: Sowohl der Deutsche Schmerzfragebogen (DSF) als auch die Kerndokumentation und Qualitätssicherung Schmerz (KEDOQ) werden in ORBIS eingebunden. Quelle: Agfa HealthCare GmbH www.agfahealthcare.de Industry 39

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