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CONNEXI 2016-07 Kardiologie Herzchirurgie

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Digitalistherapie vor

Digitalistherapie vor dem Aus? Conferences mit oder ohne Herzinsuffizienz untersuchen. Auch im DIG-Trial waren Patienten mit Vorhofflimmern ausgeschlossen, die mit einem Anteil von ca. 30 % ein wichtiges Herzinsuffizienzkollektiv darstellen. Kürzlich wurden zur prognostischen Bedeutung von Herzglykosiden bei Patienten mit Vorhofflimmern Beobachtungsstudien und post-hoc Analysen von Studien publiziert, die nicht primär prognostisch-therapeutische Effekte bei chronischer Herzinsuffizienz untersuchten, sondern andere Fragestellungen hatten. Diese berichten bei Patienten mit Vorhofflimmern sowohl eine Steigerung als auch eine Verminderung der Mortalität, als auch einen neutralen Effekt. Bemerkenswert war hierbei, dass zwei post-hoc Analysen aus unabhängigen Arbeitsgruppen diesen Widerspruch sogar an der identischen Studienpopulation der AFFIRM- Studie gezeigt haben. Dies spiegelt die Problematik von post-hoc Analysen und Beobachtungsstudien wider, bei denen im Gegensatz zu randomisierten, placebo-kontrollierten Studien, mortalitäts-relevante Faktoren auch mit verschiedenen biometrischen Methoden nicht ausreichend korrigiert werden können. So waren mit Digoxin behandelte Patienten in diesen Studien generell älter und wiesen mehr Komorbiditäten auf: Allein dadurch hatten sie eine schlechtere Prognose. Generell wurden in diesen Studien primär die älteren und kränkeren Patienten mit Digoxin behandelt. Dieser sogenannte Behandlungs-Bias, der Ergebnisse von Studien hochrelevant verfälschen kann, ist nur durch kontrollierte, randomisierte, prospektive Studien zu verhindern. Dies konnte kürzlich auch in einer ausgedehnten Analyse für die Behandlung mit Digoxin in verschiedenen Studienkollektiven mit Herzinsuffizienz und Vorhofflimmern gezeigt werden: Während insbesondere retrospektive Analysen und Studien mit schlechter biometrischer Qualität einen hohen Behandlungsbias besaßen, sank dieser mit steigender biometrischen Güte der Studien und war schließlich in prospektiven, randomisierten, placebo-kontrollierten Studien mit der primären Fragestellung der Wirkung von Digoxin auf die Prognose nicht mehr vorhanden [4]. Neben den biometrischen Schwächen ist die fehlende Kenntnis der wahrscheinlich Prognoserelevanten Digoxin-Serumkonzentration ein weiteres relevantes Problem in post-hoc Analysen. So gab es z. B. keine Informationen über die Digoxin- Serumkonzentrationen in der AFFIRM-Studie, in welcher aber Digoxin-Serumkonzentrationen von >1,0 ng/ml zur Frequenzkontrolle angestrebt wurden. Diese Konzentrationen sollen aber bei chronischer Herzinsuffizienz basierend auf den Analysen des DIG-Trials heute vermieden werden. Letztendlich wird nur eine prospektive, randomisierte klinische Studie den Einfluss von Herzglykosiden auf die Mortalität/Morbidität bei Patienten mit Vorhofflimmern unabhängig vom Vorliegen einer Herzinsuffizienz klären können. DIGIT-HF Trotz der Hinweise für einen positiven Nutzen von Herzglykosiden bei Patienten mit fortgeschrittener HFrEF ist zur definitiven Klärung eine große prospektive und randomisierte Studie notwendig und lange überfällig. Dies wird auch in aktuellen Artikeln und Editorials in renommierten kardiologischen Fachzeitschriften betont, die schlussfolgern, dass Herzglykoside bei der Herzinsuffizienz-Therapie in den letzten Jahren möglicherweise zu Unrecht seltener eingesetzt werden. So wäre z. B. der primäre kombinierte Endpunkt kardiovaskuläre Mortalität und Herzinsuffizienz-Hospitalisierung, der im SHIFT-Trial durch eine Therapie mit Ivabradin bei HFrEF signifikant verbessert wurde, auch im DIG-Trial in der Verumgruppe signifikant reduziert gewesen. Um die prognostische Bedeutung einer Therapie mit Herzglykosiden bei HFrEF zu klären, 16

Quadra Assura MP CRT-D Quadra Allure MP CRT-P 24% 19% 57% Zusätzliche Therapie-Responder durch MultiPoint pacing 1 Therapie-Responder mit standard single-site pacing 1 Nicht auf die Therapie ansprechend 1 MULTIPOINT PACING FÜR MEHR ERFOLG BEI DER CRT. MRI READY. Eine mit der Implantation beginnende MultiPoint Pacing Stimulation verbessert das Ansprechen auf die CRT im Ganzen um 19%. Gleichzeitig wird die Anzahl der Non-Responder nach 12 Monaten um 44% reduziert, verglichen mit einer standard bipolaren CRT Stimulation mit einer quadripolaren Elektrode. SJMprofessional.com 1. Pappone, C., alovi, Ž., Vicedomini, G., Cuko, A., Mcspadden, L. C., Ryu, K. . . . Santinelli, V. (2015, June). Improving cardiac resynchronization therapy response with multipoint left ventricular pacing: Twelve-month follow-up study. Heart Rhythm, 12(6), 1250-1258. Kurzhinweis: Bitte beachten Sie vor der Anwendung dieser Produkte die vollständige Aufzählung der Indikationen, Kontraindikationen, Warnhinweise, Vorsichtsmaßnahmen, potenziellen Komplikationen und Anwendungsvorschriften in der Gebrauchsanweisung. Sofern nicht anderweitig angegeben, bedeutet , dass es sich bei dem Namen um eine Marke oder eine lizenzierte Bezeichnung von St. Jude Medical oder eines ihm angegliederten Unternehmens handelt. ST. JUDE MEDICAL und das Symbol mit den neun Quadraten sind Marken bzw. Dienstleistungsmarken von St. Jude Medical, Inc. und der ihm angegliederten Unternehmen. ©2016 St. Jude Medical, Inc. Alle Rechte vorbehalten. SJM-MLP-1215-0031a | Dieses Dokument ist nur zur Verwendung in Deutschland zugelassen.

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