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CONNEXI 2017-02 Schmerz

Buprenorphin/Naloxon

Buprenorphin/Naloxon „Klar raus aus der abhängigkeit! „ Ein bewährtes Medikament aus der Suchtmedizin eröffnet neue Möglichkeiten. D-SBX-0317-02999 SUBOXONE ® 2 mg/0,5 mg; 8 mg/2 mg; 16 mg/4 mg Sublingualtabletten. Wirkstoffe: Buprenorphin/Naloxon. Zus. arzneil. wirk Bestandt.: 1 Sublingualtablette enthält: Buprenorphin 2 mg bzw. 8 mg bzw. 16 mg (als Hydrochlorid) und Naloxon 0,5 mg bzw. 2 mg bzw. 4 mg (als Hydrochlorid-Dihydrat). Sonst. Bestandt.: Lactose-Monohydrat, Mannitol, Maisstärke, Povidon K 30, wasserfreie Citronensäure, Natriumcitrat, Magnesiumstearat, Acesulfam-Kalium, natürliches Citronen- und Limonen-Aroma. Anw.: Substitutionsther. b. Opioidabhängigkeit im Rahmen medizin., sozial. u. psychother. Maßnahmen. Mit d. Naloxon-Bestandteil soll ein i. v. Missbrauch verhindert werden. Zur Behandl. von Erw. u. Jugendl. über 15 Jahre, die einer Suchtbehandl. zugestimmt haben. Gegenanz.: Überempfindlichkeit geg. d. Wirkstoff(e) od. einen d. sonst. Bestandt., schwere Atemprobleme, schwere Leberprobleme, akuter Alkoholismus od. alkoholbedingtes Zittern, starkes Schwitzen, Angstzustände, Verwirrung oder Halluzinationen, gleichzeitige Einnahme v. Naltrexon o. Nalmefen zur Behandlg. v. Alkohol- o. Opioidabhängigkeit. Nebenw.: sehr häufig: Insomnie (Schlaflosigkeit), Obstipation, Übelkeit, übermäßiges Schwitzen, Kopfschmerzen, Arzneimittelentzugssyndrom. Häufig: Gewichtsverlust, Schwellung (der Hände und der Füße), Schläfrigkeit, Angstgefühl, Nervosität, Kribbeln, Depressionen, verminderte Libido, erhöhte Muskelspannung, anomales Denken, vermehrte Tränenflüssigkeit (tränende Augen) oder andere Tränenflussstörungen, verschwommenes Sehen, Hitzegefühl, erhöhter Blutdruck, Migräne, laufende Nase, rauer Hals und Schmerzen beim Schlucken, verstärkter Husten, Magenverstimmung oder andere Magenprobleme, Diarrhoe, Leberfunktionsstörung, Flatulenz, Erbrechen, Hautausschlag, Juckreiz, Nesselsucht, Schmerzen, Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Krämpfe in den Beinen (Muskelkrampf), Schwierigkeiten, eine Erektion zu bekommen oder zu halten, Anomalie des Urins, Bauchschmerzen, Rückenschmerzen, Schwäche, Infektionen, Schüttelfrost, Schmerzen im Brustkorb, Fieber, grippeähnliche Symptome, allgemeines Unwohlsein, versehentliche Verletzungen aufgrund verringerter Aufmerksamkeit oder Koordination, Ohnmacht und Schwindel. Gelegentlich: Schwellung der Drüsen (Lymphknoten), Agitiertheit, Zittern (Tremor), abnorme Träume, übermäßige Muskelaktivität, Depersonalisation (Entfremdungsgefühl), Arzneimittelabhängigkeit, Amnesie (Gedächtnisstörungen), Interessenverlust, übertriebenes Gefühl des Wohlbefindens, Konvulsion (Anfälle), Sprachstörungen, kleine Pupillen, Augenentzündungen oder -infektionen, beschleunigter oder verlangsamter Herzschlag, niedriger Blutdruck, Palpitationen, Myokardinfarkt (Herzanfall), Engegefühl in der Brust, Kurzatmigkeit, Asthma, Gähnen, Schmerzen und wunde Stellen im Mund, Zungenverfärbung, Akne, Hautknoten, Haarausfall, trockene oder schuppige Haut, Gelenkentzündungen, Harnwegsinfektion, abnorme Blutbefunde, Blut im Urin, anomale Ejakulation, Menstruations- oder Vaginalprobleme, Nierensteine, Eiweiß im Urin, Schmerzen oder Probleme beim Wasserlassen, Wärme- oder Kälteempfindlichkeit, Appetitlosigkeit, Hitzschlag, Feindseligkeit. Nicht bekannt/Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar: plötzlich auftretendes Entzugssyndrom infolge einer zu frühen Anwendung von Suboxone ® nach dem Gebrauch illegaler Opioide, Arzneimittelentzugssyndrom bei Neugeborenen, verlangsamtes oder erschwertes Atmen, Leberschädigung mit oder ohne Gelbsucht, Halluzinationen, Schwellung von Gesicht und Hals oder lebensbedrohliche allergische Reaktionen, Blutdruckabfall beim Aufstehen aus dem Sitzen oder Liegen. Bei einer missbräuchlichen Anwendung dieses Arzneimittels mittels Injektion kann es zu Entzugssymptomen, Infektionen, anderen Hautreaktionen und potenziell schweren Leberproblemen kommen. Vorsichtsmaßn. für Pat.: Blisterpack. an einem sicheren Ort aufbew., nie im Voraus öffnen, für Kinder und and. Haushaltsmitgl. unerreichbar aufbew., nie vor Kindern einnehmen. Warnhinw.: sublinguale Anwendung. Nicht schlucken. Die Tablette bis zur Auflösung unter der Zunge halten. Enthält Lactose-Monohydrat. Packungsbeilage beachten. Verschreibungspflichtig, Betäubungsmittel. Weitere Angaben zur sicheren Anw. d. Arzneimittels siehe Fachinformation. Stand d. Info: November 2015. Pharmazeutischer Unternehmer: Indivior UK Limited, 103 – 105 Bath Road, Slough, Berkshire, SL1 3UH, Vereinigtes Königreich.

Editorial Liebe Leser, der politische Wille, aber auch die Notwendigkeit die Finanzierbarkeit des Gesundheitssystems aufrechtzuerhalten und die Kosten für medizinische Leistungen kontrollierbar zu machen, hat die Medizin in den letzten Jahrzehnten zunehmend ökonomisiert. Die Leistungserbringer haben entsprechend reagiert. Man investiert da, wo man eine Rendite erwartet. Und so geraten Ärzte immer häufiger in Situationen, in denen ökonomische Überlegungen und ureigene ärztliche Entscheidungen miteinander in Konkurrenz geraten. Industrielles Denken aber taugt nicht für Patienten. Ja, (Um-)Denken tut not. Man sollte nicht erst „gute Ärzte“ ausbilden, um sie dann in ein Umfeld zu entlassen, in dem sie das, was sie als gute Ärzte auszeichnet, nicht mehr anwenden können. Die Medizin ist nicht nur eine Handlungswissenschaft, wie Professor Giovanni Maio, einer der führenden Medizinethiker unserer Zeit, einmal treffend klarstellte. Ärztliches Handeln heißt immer auch eine Beziehung einzugehen. Ein Arzt ist jemand, der ein Versprechen abgibt: „Ich stehe Dir zur Seite.“ Messbarkeit hingegen hat in einer Beziehung keinen Raum. Beziehungen kann man nicht managen. Beziehungen sind nicht sachlich, sie sind verbindlich. Schmerz negiert das Subjekt, er widerfährt dem Patienten; von Schmerz Betroffene fühlen sich bedroht in ihrer eigenen Freiheit, ausgeliefert, hilflos. Auch das ist nicht messbar. Gerade Schmerzpatienten brauchen einen beziehungsfähigen und -willigen Arzt. Einige interessante Aspekte rund um das Thema Schmerz in der Medizin haben wir in dieser Ausgabe von ® für Sie zusammengetragen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und vielleicht auch spannende Diskussionen im Kollegen- oder Freundeskreis! Berlin, März 2017 Herzlichst Anja Lamprecht Verlegerin Anja Lamprecht anja.lamprecht@thepaideiagroup.com 3

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