Aufrufe
vor 5 Jahren

CONNEXI 2017-07 Nephrologie

  • Text
  • Patienten
  • Therapie
  • Conferences
  • Renal
  • Nephrol
  • Acute
  • Studie
  • Tolvaptan
  • Nephrologie
  • Studien
  • Connexi

UPDATE

UPDATE 2017 CONFERENCES die CARESS-HF-Studie [13] keinen Vorteil einer Ultrafiltration gegenüber einer intensivierten diuretischen Therapie. Die CARESS-HF-Studie wurde sogar vorzeitig beendet, da der primäre Endpunkt (binärer Endpunkt aus Anstieg des Serumkreatinins und Veränderung des Körpergewichts) in dem Ultra filtrationsarm signifikant ungünstiger war. Eine dritte multizentrische Studie, die AVOID- HF-Studie, zeigte zwar ebenfalls keinen Benefit in Bezug auf Mortalität, jedoch eine tendenziell niedrigere Rehospitalisierungsrate in der mit Ultrafiltration behandelten Gruppe [14]. Einschränkend ist anzumerken, dass der Benefit sowohl in der UNLOAD als auch in der AVOID-HF-Studie mit einer stärkeren Reduktion des Körpergewichts im jeweiligen Ultrafiltrationsarm assoziiert war. Bei der CARRES-HF-Studie unterschied sich die Reduktion des Körpergewichts in beiden Gruppen hingegen nicht. Es kann daher spekuliert werden, dass der Benefit eher auf den effektiveren Volumenentzug als auf die extrakorporale Therapie zurückzuführen ist. Bei chronischem kardiorenalem Syndrom hingegen bietet die Peritonealdialyse (PD) (auch wenn sie als reine peritoneale Ultrafiltration [pUF] erfolgt) als intrakorporales und kontinuierliches Verfahren einige wesentliche Vorteile gegenüber den intermittierenden extrakorporalen Techniken. Es besteht unter anderem die Möglichkeit der Mobilisierung eines kardial bedingten Aszites mit der Reduktion intestinaler Ödeme. Die hämodynamische Belastung durch den kontinuierlichen Charakter sowie die Bakteriämierate sind geringer. Die Dialysequalität steht hier weniger im Vordergrund als die Ultrafiltrationsleistung. Der klinische Stellenwert der pUF bei kardiorenalem Syndrom ist jedoch ebenfalls unklar. Es gibt inzwischen einige kleinere Arbeiten, die die Effektivität dieses Verfahrens beleuchten [15–17]. In einer prospektiven Untersuchung bei Patienten mit terminaler Herzinsuffizienz konnte durch Einsatz einer pUF die Ein- Jahres-Hospitalisierungsrate signifikant reduziert und die klinische Symptomatik, die sich in einer Verbesserung der NYHA-Klassifikation widerspiegelte, deutlich verbessert werden [18]. Um klinische Fragestellungen zu beantworten, wurde von der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie hierfür eigens ein Register aufgelegt (www.herz-niere.de). Zusammenfassung Eine Ultrafiltrationstherapie sollte bei Patienten mit kardiorenalem Syndrom nur nach Ausschöpfung aller konservativen Maßnahmen und sorgfältiger Evaluation durch Kardiologen und Nephrologen zur Anwendung kommen. Ziel dieser Verfahren ist es in erster Linie die Hospitalisierung zu reduzieren und die Lebensqualität zu verbessern. In der akuten Dekompensation unter intensivmedizinischen Bedingungen sollten primär extrakorporale Verfahren eingesetzt werden. In der chronischen Situation bietet ein Peritonealdialyseverfahren aufgrund des kontinuierlichen Charakters spezifische Verfahrensvorteile. Zu berücksichtigen ist, dass die Therapie oftmals einen palliativen Charakter hat. Die Mortalität liegt im ersten Jahr bei 40–70 %. Ein aktuelles Positionspapier der Deutschen Gesellschaften für Kardiologie und Nephrologie nimmt hier ausführlich Stellung [8]. Darüber hinaus hat die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie ein Register für diese Patienten etabliert (www.herz-niere.de). Referenzen 1. Parfrey PS, Foley RN, Harnett JD et al. Outcome and risk factors for left ventricular disorders in chronic uraemia. Nephrol Dial Transplant 1996; 11(7): 1277–85. 2. Ronco C, Haapio M, House AA et al. Cardiorenal syndrome. J Am Coll Cardiol 2008; 52(19): 1527–39. 3. Neumann T, Biermann J, Erbel R et al. Heart failure: the commonest reason for hospital admission in Germany: medical and economic perspectives. Dtsch Arztebl Int 2009; 106(16): 269–75. 10 Fortsetzung Seite 12

FGF-23 Vollautomatisiert Der erste vollautomatisierte CE-zertifizierte Chemilumineszenz- Immunoassay Für eine zuverlässige und präzise Bestimmung von FGF-23 intakt Einzigartig Schnell Fragen Sie Ihr Labor! DiaSorin Deutschland GmbH Tel. + 49 (0) 6074 401- 0 info@DiaSorin.de DiaSorin Austria GmbH Tel. + 43 (0) 800 -10 23 26 0 info_AT@DiaSorin.at DiaSorin Switzerland AG Tel. DE + 41 (0) 800 -783 780 Tel. FR + 41 (0) 800 -230 092 Tel. IT + 41 (0) 800 -230 089 info_CH@ch.DiaSorin.com www.DiaSorin.com DS170002_ANZ_DiaSorin_Bone_Mineral_185x241.indd 1 30.08.17 10:19

connexi Jahrgänge

connexi Themen